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04.07.2007 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Politisch verlorener Kolonialkrieg

Derzeit überschlagen sich die Spekulationen über die Zukunft des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Nächste Bundestagsabstimmung im Oktober. Von Knut Mellenthin

Knut Mellenthin

Für medienwirksamen Unfrieden in der Koalition sorgt der Vorschlag einer SPD-Kommission, die rund 100 Mann starke Einheit des Kommandos Spezialkräfte (KSK) aus der US-amerikanisch geführten Operation Enduring Freedom (OEF) herauszuziehen. Statt dessen soll sie in die ISAF (»International Security Assistance Force«) eingegliedert und damit dem Kommando der NATO unterstellt werden. Gleichzeitig will die SPD am Einsatz von derzeit rund 3000 Bundeswehrsoldaten im Rahmen der ISAF festhalten.

Die praktische Bedeutung dieses Vorschlags ist auf den ersten Blick schwer zu verstehen. Zum einen wurde das KSK schon seit zwei Jahren von den Amerikanern gar nicht mehr angefordert, sondern ist in Nordafghanistan stationiert, wo es als Teil der Bundeswehrkräfte eingesetzt wird. Zweitens bestehen spätestens seit den Umstrukturierungen des vorigen Jahres zwischen den Aufgaben und Vorgehensweisen von OEF und ISAF keine erkennbaren Unterschiede mehr. Die USA haben die Hälfte ...

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