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23.11.2006 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Herr Meyer aus der Kaiserstraße

Wie Lenin in München den Sturz des Zarismus vorbereitete

Nick Brauns

Anfang September 1900 zog ein neuer Mieter im Haus des Gastwirts Georg Rittmeyer in der Kaiserstraße 53 (heute 46) im Münchner Künstlerviertel Schwabing ein. Der Mieter mit dem russischen Akzent nannte sich »Meyer« und verbrachte seine Tage in der nahegelegenen Staatsbibliothek oder über seinen Schreibtisch gebeugt. Seine Artikel zeichnete Meyer, der eigentlich Wladimir Iljitsch Uljanow hieß, in München erstmals mit einem Pseudonym, das in die Menschheitsgeschichte eingehen sollte: LENIN.

Der 30jährige Revolutionär war nach einer sibirischen Verbannung nach München gekommen, weil hier ein vergleichsweise liberales Klima herrschte. Zuvor hatte er sich mit dem »Vater des russischen Marxismus« Georgi Plechanow in Genf über die Herausgabe einer Arbeiterzeitung geeinigt, die die verschiedenen Zirkel der russischen Sozialdemokratie um ein marxistisches Programm sammeln sollte. »Die Zeitung ist nicht nur ein kollektiver Propagandist und kollektiver Agitator, sond...

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