Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Februar 2019, Nr. 46
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02.08.2006 / 0 / Seite 6 (Beilage)

»Rückständigkeit« als Chance

Über die Auswirkungen des EU-Beitritts auf die polnische Landwirtschaft. Ein Gespräch mit Andrzej Grzyb

Andrzej Grzyb ist als Parlamentsabgeordneter der Bauernpartei PSL zuständig für EU-Belange

F: In Westeuropa wird die polnische Landwirtschaft oftmals als anachronistisch dargestellt. Stimmt diese Einschätzung mit der Realität überein?

Es gibt, in Relation zu Westeuropa, in der Tat ein große Anzahl von Betrieben in Polen. Aber wir müssen auch berücksichtigen, daß 80 Prozent der Nutzfläche in Besitz von ökonomisch gesunden Betrieben sind. Im Vergleich mit Italien, Spanien oder Portugal sind da kaum Unterschiede in der Agrarstruktur feststellbar. Die starke regionale Differenzierung ist vor allem ein historisches Erbe: Im nordöstlichen Polen gab es viele Staatsbetriebe, nach der Systemtransformation entstanden hier folglich viele größere Privatbetriebe. Vor 1989 betrug der Anteil der Staatsbetriebe an die 20 Prozent. Es gibt eigentlich nur 1,4 Millionen Vollzeitbauern in Polen. Das sind die Menschen, die Beiträge in die Sozialversicherung für Landwirte einzahl...



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