Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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29.04.2006 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Geparkte Lebensläufe

Keine Lösung der Ausbildungsmisere in Sicht. Zunehmend Verstöße gegen Jugendarbeitsschutz- und Berufsbildungsgesetz. DGB-Jugend fordert Umlagefinanzierung

Von Anne Steckner

Die Ausbildungsplatzsituation zu Beginn des Jahres 2006 weist eine dramatische Bilanz auf: Bundesweit haben sich 544629 Bewerber für einen Ausbildungsplatz gemeldet. Dem steht ein Angebot von zur Zeit 316386 gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätzen gegenüber. Zu Beginn des Lehrjahres im Herbst 2005 erhielten 22800 junge Menschen weniger einen Ausbildungsvertrag als im Vorjahr. Das ist das schlechteste Ergebnis der letzten zehn Jahre.

Entgegen der weitläufigen Annahme, die Firmen bezahlten größtenteils die Ausbildung ihrer Schützlinge, reicht ein nüchterner Blick auf die realen Summen, um das Gegenteil festzustellen: Dem Nettojahresaufwand von knapp 800 Millionen Euro, den die Privatwirtschaft für die Ausbildung mobilisiert, stehen rund 8,4 Milliarden Euro an öffentlichen Ausgaben für die Finanzierung von Berufsschulen, Berufsvorbereitungsmaßnahmen und Ausbildungsplätzen gegenüber. Man sieht: Der Staat läßt sich die berufliche Entwicklung des Nachwuchses...

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