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19.04.2006 / 0 / Seite 12 (Beilage)

Schlechtes Vorbild

Studiengebühren sollen ein sozial gerechtes Hochschulsystem ermöglichen, heißt es mit Verweis auf das Beipiel USA. Ein Blick über den großen Teich legt einen anderen Schluß nahe

Von Michael Hartmann

Zu Michael Hartmanns zahlreichen Veröffentlichungen gehören die Bücher »Topmanager« (1996), »Der Mythos von den Leistungseliten« (2002) und »Elitesoziologie« (2004). Der vorliegende Text beruht auf einem längeren Beitrag im »Leviathan – Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaften« mit dem Titel »Studiengebühren und Hochschulzugang: Vorbild USA?«, der im Dezember 2005 erschienen ist.


Die Befürworter von Studiengebühren argumentieren immer, daß diese die soziale Selektivität nicht erhöhten, weil sie durch Darlehen sozial abgefedert würden. Man verweist dabei zumeist auf die USA als positives Beispiel. Dort liege die Studierquote trotz der weltweit höchsten Studiengebühren wesentlich über derjenigen hierzulande.

Diese Argumentation hat entscheidende Mängel. Es ist tatsächlich so, daß in den USA ein erheblich höherer Prozentsatz eines Jahrgangs ein Hochschulstudium beginnt als in Deutschland. Auch stimmt es, daß der Nachwuchs aus den unteren Schichten der G...




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