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01.03.2006 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Soldat im Dauerstreß

Alltagsleben in der NVA: Es war hart, es war nervig und zum Teil völlig öde. Aber nicht ohne Sinn

Von Klaus Fischer

Man hätte seine Tage angenehmer verbringen können. Soldat, vor allem Wehrpflichtiger zu sein, bedeutete in der NVA vieles: allgemeiner Drill, Erlernen des Waffenhandwerkes, politische Unterrichtung, Wache schieben, exerzieren, putzen und die Zeit totschlagen. Nur gemütlich war es selten, sieht man von ein paar exotischen Posten in Lagern und Depots ab.

Gewöhnlich ist das Militär nicht zur Erbauung seiner Soldaten da, selbst, wenn sich eine Truppe Volksarmee nennt. Nicht zu Unrecht übrigens. Doch von einer solchen Erkenntnis war der gemeine Rekrut bei seiner Einberufung weit entfernt. Er kam ihr in den ersten Wochen und Monaten auch nur mühsam näher. Manchen gelang es nie.

Trotz mancher Unterschiede bei Waffengattungen und Diensten – Wehrpflichtige mußten zunächst durch den Seelenschredder der Disziplinierung. Der DDR-Bürger war doch sehr Zivilist und taugte, systemübergreifend wie jeder Mensch, nur schwer zum Militärdienst.

Routine. Schon das Wecken...





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