Gegründet 1947 Montag, 6. April 2020, Nr. 82
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22.02.2006 / 0 / Seite 7 (Beilage)

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Die Pläne der »Gleichgesinnten«: Vom Aufbruch der Intellektuellen für eine Reformierung der DDR im Jahre 1956

Von Siegfried Prokop

Im Unterschied zum Krisenjahr 1953, in dem vor allem Arbeiter die Akteure waren, traten im Jahr der großen Weltkonflikte 1956 in der DDR die Intellektuellen in Erscheinung. Die Stalin-Kritik des XX. Parteitages, die Geheimrede Nikita S. Chruschtschows, die Konflikte in Polen und Ungarn, der Schriftstellerkongreß und die legendäre Konferenz über das Freiheitsproblem in Berlin lösten einen ungewöhnlich regen Gedankenaustausch aus. In einem Interview, das der Führer der Italienischen KP, Palmiro Togliatti, der Zeitschrift Nuovi Argumenti am 17. Juni 1956 gab, wurde die einseitige Schuldabwälzung auf Stalin durch die Sowjetführer kritisiert.

Togliatti wies auf die Ursachen hin, die im System des Realsozialismus lagen: »Einst war alles, was gut ist, den übermenschlichen, positiven Eigenschaften eines einzigen Mannes zu verdanken – jetzt wird alles, was schlecht ist, den gleicherweise außergewöhnlichen Mängeln desselben Mannes zugeschrieben. Im einen wie im a...

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