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22.02.2006 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Chronik der Ereignisse: Der Oktober 1956 zu Budapest

Ein vom Westen gestützter Aufstand kulminiert im Austritt Ungarns aus dem Warschauer Vertrag

Von Gerd Schumann

Noch heute fällt es nicht nur ungarischen Marxisten schwer, sich den »Ereignissen« – wie sie die schweren Auseinandersetzungen mit Tausenden Toten mittlerweile eher neutral nennen – analytisch zu nähern. Die Tage Ende Oktober, Anfang November 1956 wirken immer noch traumatisch. Ihre Geschichte begann nicht erst am 23. Oktober, als eine genehmigte Demonstration von Studenten der Technischen Universität für den polnischen Aufstand in bewaffnete Kämpfe um das Gebäude des staatlichen Rundfunks mündete, und am Abend 300 000 Menschen vor dem Parlament bürgerliche Freiheiten und die Ernennung des Reformkommunisten Imre Nagy zum Regierungschef forderten.

Der Aufstand, der schließlich am 4. November zum Eingreifen der Roten Armee führte und am 15. des Monats mit deren militärischem Erfolg endete, wurzelte in einer lang anhaltenden Krise der kommunistischen Partei. Deren »sektiererische Politik führte zu großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, und in großen Teil...

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