Gegründet 1947 Montag, 6. April 2020, Nr. 82
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22.02.2006 / 0 / Seite 3 (Beilage)

»Eine Art Übermensch mit gottähnlichen Fähigkeiten«

Dreieinhalbstündige Abrechnung mit der Person Stalin: Aus der »Internen Rede« auf dem XX. Parteitag am 25. Februar 1956 in Moskau

Von Nikita S. Chruschtschow

Genossen! Im Rechenschaftsbericht des ZK der Partei an den XX. Parteitag, in einer Reihe von Ansprachen der Parteitagsdelegierten, sowie zuvor auf Plenartagungen des Zentralkomitees ist nicht wenig über den Personenkult und seine schädlichen Folgen gesprochen worden. Nach dem Tode Stalins begann das ZK der Partei exakt und konsequent eine Politik durchzuführen, die darin bestand nachzuweisen, daß es unzulässig und dem Geist des Marxismus-Leninismus fremd ist, eine einzelne Person herauszuheben und sie in eine Art Übermensch mit übernatürlichen, gottähnlichen Eigenschaften zu verwandeln. Dieser Mensch weiß angeblich alles, sieht alles, denkt für alle, vermag alles zu tun, ist unfehlbar in seinem Handeln. Eine solche Vorstellung über einen Menschen, konkret gesagt über Stalin, war bei uns viele Jahre lang verbreitet.

(...)

Angesichts dessen, daß sich noch nicht alle bewußt sind, wohin in der Praxis der Personenkult führen kann, welchen gewaltigen Schaden ...



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