Gegründet 1947 Mittwoch, 19. Juni 2019, Nr. 139
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23.11.2005 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Oppas Ideale

Von München bis Astrachan, vom Weltkrieg bis jetzt: Katja Hubers Roman »Fernwärme« verwahrt Familiengeschichten-Bruchstücke aus Deutschland und Rußland

Conny Gellrich

Ludwig und Johannes werden als glühende Kommunisten vom Zweiten Weltkrieg eiskalt erwischt. Bereitwillig folgen sie also als Elite-Exilanten dem Ruf Moskaus ins Hotel Lux, von wo aus Ludwig wegen seiner geäußerten Sorgen um verschwundene Genossen nach Astrachan deportiert wird, während Johannes auf Linie bleibt und einige Zeit später im sowjetischen Teil Berlins einen Verlag namens »Volk und Welt« gründet. Nach neun Jahren Rußland wird Ludwig von Johannes zurück in die Heimat gebeten, weg von der gerade begonnenen Theaterkarriere und der gerade geschwängerten Freundin, hin zum Verlag, zu der wartenden Ehefrau, nach Ostberlin. Gattin Magda aber hält nicht viel von der sowjetischen Besatzungszone. Und so treffen sich vierzig Jahre später ein glühend zweifelnder Kommunist, der sich in den Westen verdrückt hat und ein verzweifelt glühender Kommunist, den der real existierende Sozialismus das Resignieren gelehrt hat. Frisch vereint werden nun puber...

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