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12.10.2005 / 0 / Seite 11 (Beilage)

Für Frauen geschlossen

Künftig sollen sich die Hochschulen ihre Studierenden selbst aussuchen können. Leidtragende könnten vor allem weibliche Anwärter auf technische Berufe sein

Regina Weber

Bei allen Diskussionen um Studiengebühren, Bachelor/Master-Umstellung und den vielfach beklagten Bildungsabbau ist im vergangenen Jahr eine Entwicklung fast unbeachtet geblieben: Mit der 7. Novelle des Hochschulrahmengesetzes (HRG) hat die Bundesegierung Veränderungen des Hochschulsystems auf den Weg gebracht, die eine folgenschwere Abkehr von einem jahrzehntelang gültigen Prnizip markieren: Künftig ist die Aufnahme eines Studiums nicht mehr für jeden möglich, da sich die Hochschulen ihre Studierenden in einigen Fächern größtenteils selbst aussuchen können. Vorerst noch sind die Studiengänge betroffen, die über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zugeteilt werden. Betrachtet man die bildungspolitischen Programme aller etablierten Parteien, wird klar, daß diese Einschränkungen alsbald für mehr als nur eine Handvoll Disziplinen gelten könnten. In möglichst naher Zukunft soll nur noch studieren können, wer den Hochschulen am besten in...

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