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21.09.2005 / 0 / Seite 3 (Beilage)

»Zukunftschancen wären gefährdet«

DaimlerChrysler will fast die Hälfte aller Lehrstellen in zweijährige Schmalspurausbildungen umwandeln. Angriff gegen duales Ausbildungssystem. Ein Gespräch mit Frank Büchner

Interview: Daniel Weber

F: Der Vorstand des Autobauers DaimlerChrysler will in den kommenden Jahren drastische Veränderungen in der Ausbildung durchsetzen. Was ist genau geplant?

Die DaimlerChrysler AG (DC) beabsichtigt eine weitreichende Umstellung der Berufsausbildung, die angeblich eine notwendige Folge wachsender Standardisierung der weltweit eingesetzten Fertigungssysteme im Konzern ist. Ein Kreis von Personalleitern hat mit Unterstützung des zentralen Bildungsbereichs von DC dazu Vorschläge entwickelt, die auf eine deutliche Absenkung der Qualifikationsniveaus des beruflichen Nachwuchses und damit mittelfristig der Produktionsmannschaften hinauslaufen. Statt wie bisher rund acht Prozent sollen künftig 42 Prozent der Auszubildenden nur noch zweijährige Ausbildungen absolvieren.

F: Welche Nachteile hätte das für die Azubis?

Den Jugendlichen wird dadurch die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung genommen und eine breite Grundqualifikation vorenthalten. So sinkt ih...





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