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15.08.2005 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Auch Konfessionslose organisieren sich

In Deutschland gibt es eine Vielzahl religions- und kirchenkritischer Vereine. Spektrum reicht von sozialistisch bis »völkisch«

Gunnar Schedel

Rund ein Drittel der Bevölkerung in Deuschland ist zwar konfessionslos; organisiert ist allerdings nur ein kleiner Bruchteil davon. Daß dies in einer kaum überschaubaren Vielzahl von Vereinen geschieht, ist historisch bedingt.

Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts war es in Deutschland auch jenen, die sich »frei in Religion« (später zunehmend auch »frei von Religion«) verstanden, möglich, sich zusammenzuschließen. Die Vereine blieben in der Regel aber an eines der sozialen Milieus gebunden, das politische Spektrum reichte von sozialistischen bis zu völkischen Positionen. Gemeinsam war ihnen lediglich die antiklerikale Ausrichtung.

Während in der DDR keine eigenständigen Organisationen von Konfessionslosen zugelassen waren, bestand in der BRD diese Vielzahl »dissidentischer« Vereinigungen weiter. Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ist ein Wandel in der Szene feststellbar: einige Verbände gingen dazu über...



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