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15.08.2005 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Religion und Spiele

Teilnehmer des Weltjugendtages suchen »Religion des Volkes«. Sie sollten sich nicht mit Mega-Inszenierungen abspeisen lassen

Pfarrer i. R. Otto Meyer

Weise Herrscher wußten: Das Volk braucht »Brot und Spiele«, wenn es schön ruhig bleiben und brav seine Arbeit tun soll. Die heutigen, neoliberal und neoimperialistisch agierenden Weltbeherrscher setzen statt auf »Brot« immer öfter auf das ebenfalls bewährte Ticket »Religion«. Allerdings muß es eine »Religion für das Volk« sein, manipuliert und kontrolliert von Religionsagenturen des herrschenden Systems und nicht etwa eine unberechenbare »Religion des Volkes«.

Mit Installierung eines periodisch wiederkehrenden »Weltjugendtages« hatte der Charismatiker auf dem Stuhl Petri, Johannes Paul II., seine »Römisch-Katholische Kirche« als führenden Religionskonzern aus der Ersten Welt erfolgreich und funktional fürs herrschende System ins Spiel bringen können. Zwei Millionen junge Menschen aus allen globalisierten Weltmarktgegenden ließen sich im Jahr 2000 in Rom in Jubel verset...

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