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20.07.2005 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Das andere Havanna

Dem politischen System Kubas hängt der Ruf von Zentralismus an. Doch in den Stadtteilen sind die Bewohner zur Mitbestimmung aufgefordert

Valesca Grönich / Kerstin Sack

Die Probleme eines Stadtteils zusammen mit den Bewohnern zu lösen, das wird in Kuba seit fast zwei Jahrzehnten angestrebt. Schon 1988 hatte in Havanna die Arbeitsgruppe »zur Integrierten Entwicklung der Hauptstadt« ein Konzept vorgelegt, mit dem die Abkehr von einer zentralistischen Lokalpolitik gefordert wurde. Die Idee war, Probleme direkt vor Ort zu lösen. Der wichtigste Protagonist dieses Prozesses sollte die Bevölkerung selbst sein. Damit wurde erstmals dem Glauben ein Absage erteilt, eine zentrale Regierung könnte die ökonomische und soziale Entwicklung am besten regeln. Die damalige Einrichtung der »Consejos Populares« (Volksräte) in den Stadtteilen sollte diesen Prozeß der Dezentralisierung in Kuba vorantreiben.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die folgende Wirtschaftskrise auf Kuba konnten dem Vorhaben keinen Einhalt gebieten. Die Gründung der ersten Stadtteilwerkstätten, interdisziplinär arbeitender Planungsgruppe...

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