Gegründet 1947 Sa. / So., 15. / 16. Juni 2019, Nr. 136
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20.07.2005 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Alternativen zum US-Dollar

Die kubanische Wirtschaft habe seit 1990 nur dank Geldüberweisungen aus den USA überlebt, heißt es. Aber liegt das an mangelnder Effizienz des sozialistischen Systems?

Harald Neuber

Es ist immer wieder ein Anlaß für hämische Kommentare: Ausgerechnet die »Remesas«, die Geldüberweisungen von Exilkubanern an ihre Angehörigen auf der Insel, haben sich seit Anfang der 1990er Jahre zu einer der wichtigsten Einnahmequellen Havannas entwickelt. Sprach man in Kuba noch wenige Jahre zuvor nur mit leiser Stimme von den Verwandten in Miami, konnte sich mit Beginn der Wirtschaftskrise glücklich schätzen, wer Angehörige in den USA hatte. Tatsächlich läßt sich auch eine daraus entstehende politische Annäherung an das Exil nicht von der Hand weisen. Aber ist das ein Beleg für das Scheitern der sozialistischen Wirtschaft, wie es von antikubanischen Organisationen und Medien gerne dargestellt wird? In diesem Fall müßte Kuba einen Einzelfall darstellen. Das Gegenteil aber trifft zu.

Nach kubanischen Schätzungen flossen von 1989 bis 1997 rund drei Milliarden US-Dollar in den Karibikstaat. Der Ökonom Hiram Marquetti Nodarse vom »Kub...

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