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20.04.2005 / 0 / Seite 2 (Beilage)

Union mit Vermittlungsproblem

Ein Fall für den Voodoo-Zaubermeister: Wettbewerb und gleiche Bildungschancen im Einklang. Auch Bildungspolitiker haben gemerkt, daß die Rechnung nicht aufgeht

Ralf Wurzbacher

Die Bekanntmachung der Kultusministerkonferenz (KMK) nach ihrer 309. Plenarsitzung am 10. März in Berlin war nicht frei von Komik. Darin wurde den 16 deutschen Landesfürsten ans Herz gelegt, im Falle der Einführung von Studiengebühren »dafür Sorge zu tragen«, daß »gleiche Bildungschancen gewahrt, Mobilitätshindernisse vermieden und die Belange einkommensschwacher Bevölkerungsschichten berücksichtigt« werden. Ferner müßten die »staatliche Finanzierung für Hochschulen weiterhin gesichert« und damit die »Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb der Hochschulen zwischen den Ländern bestehen bleiben«.

Momentan wird gekleckert

Die Erklärung ist – wäre sie tatsächlich ernst gemeint – ein Ausdruck bildungspolitischen Voodoopriestertums. Während man hierzulande seit dem Karlsruher Gebührenurteil drauf und dran ist, einen Epochenwechsel im deutschen Hochschulwesen zu vollziehen, bemühen die politischen Vol...



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