Schwarzer Kanal
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19.01.2005 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Transformation oder Marginalisierung?

Die russische Linke steht vor der schwierigen Aufgabe, die Gesellschaft in die Politik zurückzuholen

Alla Glinchikowa, Moskau

Der ausländische Betrachter russischer Politik sollte stets zwei Dinge im Auge haben. Erstens stand es in Rußland niemals im Vordergrund, jemanden zu kopieren oder einholen zu wollen. Stets beschritt das Land seinen eigenen Weg, selbst dann, als es zur Politik der »Verwestlichung« überging. Und zweitens, je ähnlicher seine politischen Institutionen denen der USA und Westeuropas wurden, um so mehr unterschieden sie sich ihrer tatsächlichen Bedeutung, ihrem Inhalt und den Funktionsmechanismen nach von diesen.

Dennoch durchlebt heute in Rußland die linke Bewegung die gleiche Krise wie in Europa, ja in der Welt insgesamt. Diese Krise der Linken hat ihre Ursache nicht zuletzt darin, daß auch ihre traditionellen Institutionen demokratischer Interessenvertretung wie Parteien und Gewerkschaften in immer stärkerem Maße zu Instrumenten der Durchsetzung von beschränkten Partikularinteressen mutieren. In Rußland zeigt sich zugleich, daß Gesellschaft ...

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