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19.01.2005 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Der taumelnde Riese

Rußlands Militär-Industrie-Komplex hat seinen angekündigten Tod überlebt und wird auch künftig zu beachten sein

Frank Preiß

Totgesagte leben länger. Rußlands Rüstungsindustrie hat, fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit, die chaotischen Jahre der neoliberalen Umwandlung überstanden oder zumindest überlebt. Das Erbe der einst so gewaltigen sowjetischen Rüstungsmaschinerie erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit, nicht nur seitens der eigenen Regierung. Auch außerhalb Rußlands muß man zur Kenntnis nehmen, daß sich die Vermutung, der Militär-Industrie-Komplex (MIK) der Russischen Föderation würde im Prozeß der Transformation eliminiert, nicht bewahrheitet hat. Daß der MIK noch lebt, ist fast schon ein Wunder. Mit dem Zerfall der UdSSR und des »sozialistischen Weltsystems« hatte die Rüstungsindustrie kaum noch Aufträge. Wichtige Betriebe und Forschungseinrichtungen befanden sich in ehemaligen Sowjetrepubliken, die über Nacht zum Ausland geworden waren.

Die neuen Machthaber um die Familie Jelzin interessierten sich kaum für den MIK. Sie zerlegten und v...

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