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20.10.2004 / 0 / Seite 12 (Beilage)

Zum Henker mit Platon

Auch im griechischen Mutterland der Akademien verkommt Bildung zunehmend zum Investment ins eigene »Humankapital«

Heike Schrader, Athen

Jeder Studierende kennt die Anspannung, wenn man am Fachbereichsbrett in den angeschlagenen Listen mit den Prüfungsergebnissen die eigene Matrikelnummer sucht – die Erleichterung, wenn man die Prüfung bestanden, das Gefühl im Magen, wenn man sie vergeigt hat. Mit ähnlicher Gemütslage stehen die angehenden Studierenden Griechenlands jeden Spätsommer vor den Listen des Ministeriums für Bildung und Religionsangelegenheiten, auf denen die Mindestpunktzahlen für die Zulassungsprüfungen der einzelnen Studienfächer an den jeweiligen Universitäten und Fachhochschulen des Landes angekündigt sind.

Wer studieren will, wurde bisher in fünf Basisfächern und vier Fächern seiner angestrebten Fachrichtung geprüft. Im nächsten Jahr soll die Anzahl der Prüfungsfächer auf sechs bis sieben reduziert werden. Auf dem Anmeldeformular zur Prüfung gibt jeder eine Liste seiner Prioritäten an, geordnet nach Universität und Studium. Sollten die erzielten Punkte für das gewünschte...

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