Gegründet 1947 Sa. / So., 29. Februar / 1. März 2020, Nr. 51
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20.10.2004 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Verschlußsache Studium

Schon die »Öffnung« der bundesdeutschen Hochschulen in den 1970er Jahren hat sozial Schwachen keinen Zugang verschafft. Die Zukunft erscheint noch trister

Nele Hirsch / Marco Tullney

Zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg besteht im deutschen Bildungssystem ein starker Zusammenhang. Auf allen Ebenen des Systems kommt es zur Benachteiligung einkommensschwacher Schichten. Es fehlt an gezielter Förderung im vorschulischen Bereich. Das starre dreigliedrige Bildungssystem, in dem der Hauptschulabschluß zunehmend entwertet wird und gleichzeitig mehr und mehr Kinder als Bildungsverlierer in die vierte Schulform, die Förderschule, »aussortiert« werden, bietet keine Durchlässigkeit. So schrecken sowohl formal-strukturelle Zugangshindernisse als auch fehlende soziale Rahmenbedingungen, unter anderem zur Studienfinanzierung, gerade Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen von einem Studium ab.

Schon im Zuge der letzten großen bundesdeutschen Bildungsreform in den 1970er Jahren, als nicht Durchlässigkeit, sondern Öffnung das bestimmende Schlagwort war, blieben die Interessen der sozial Schwächeren auf der Strecke: Die Studi...

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