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20.10.2004 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Kollektiver Egotrip

Die wieder erwacht geglaubte Studierendenbewegung ist schon nach einem Semester Radau von der Bildfläche verschwunden. Dabei wäre Widerstand wichtiger denn je

Harald Pittel

Im vergangenen Winter erfaßte eine Protestwelle die deutschen Hochschulen. Gegen Unterfinanzierung der Bildung, die Erhebung von Studiengebühren und Sozialabbau gingen Studierende zu Zehntausenden auf die Straße. Seitdem hat sich die Situation noch verschärft: Möglicherweise fallen demnächst schon das Verbot von Studiengebühren für ein Erststudium und die Verankerung der Verfaßten Studierendenschaft im Hochschulrahmengesetz (HRG). Der Weg für die Erhebung von Gebühren in beliebiger Höhe und für die weitere Einschränkung der Arbeit von Studierendenvertretungen, wenn nicht gar deren Abschaffung, wäre damit geebnet. Warum bleiben bei derartigen Aussichten dann aber erneute Streiks aus?

Widerstand ist sexy

»Ich bin nicht grundsätzlich gegen Studiengebühren«, bekundet Anika Frischwasser im Spiegel-online-Interview. Nur sollten diese direkt an die Hochschulen und nicht in die Länderkassen fließen. Diese Position mag überraschen: Frischwasse...



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