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20.10.2004 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Bildungsnotstand hausgemacht

Bei einer Umkehr in der Steuer- und Finanzpolitik und Begrenzung der föderalen Kulturhoheit hätte die hochschulpolitische Mangelverwaltung eine Ende

Sascha Vogt

Als die im September präsentierte internationale Vergleichsstudie »Bildung auf einen Blick« der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wieder einmal die chronische Unterfinanzierung des deutschen Bildungssystems belegte, löste dies – wie schon in den Jahren zuvor – ein kurzes öffentliches Donnerwetter aus. Genauso wiederholte sich das politische Theaterspiel der gegenseitigen Schuldzuweisung zwischen Bund und Ländern.

Die Zahlen sind eindeutig: Im Vergleich zu anderen Ländern ist und bleibt das deutsche Bildungssystem unterfinanziert. Lagen die Bildungsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im OECD-Schnitt bei 5,6 Prozent, sind es in Deutschland gerade einmal 5,3 Prozent. Das Nachbarland Frankreich bringt 6,0 Prozent, Dänemark sogar 7,1 Prozent des BIP für Bildung auf. Während der OECD-Schnitt des Anteils der Bildungsausgaben an den öffentlichen Gesamtausgaben bei 12,7 Prozent liegt, stagniert...

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