Gegründet 1947 Sa. / So., 6. / 7. Juni 2020, Nr. 130
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06.02.2004 / 0 / Seite 22 (Beilage)

Was bestimmt den Erinnerungsdiskurs?

Die NS-Diktatur im deutschen Erinnerungsdiskurs, hrsg. Wolfgang Bergem, Leske + Budrich Opladen 2003, 243 S.,E 16,90

U. Schneider

Der Umgang mit der Erinnerung an die Verbrechen des deutschen Faschismus in Deutschland wird immer mehr zu einem eigenen Forschungsthema der nachgeborenen Generationen.

Eine neue Untersuchung fragt nach Ursachen, Formen und Funktionen der Erinnerung an das NS-Regime und nach Konsequenzen und Implikationen der Vergegenwärtigung dieser Vergangenheit für die politische Kultur in Deutschland sowie für die politische Legitimität und die aktuelle Außen- und Sicherheitspolitik der BRD. Erinnerungsarbeit wird nicht allein von der medialen Öffentlichkeit oftmals als »sinnentleertes Ritual« wahrgenommen. Reinhard Wesel hält dem jedoch entgegen, dass allein die Tatsache, dass »etwas geschieht« bereits »gemeinschaftsbildende« Funktion in geschichtspolitischer Perspektive habe.

Immer wieder fragen sich die Verfasser, wie die Erinnerung in einer Tätergesellschaft die Beteiligten einbindet, für sie eine Entlastungsfunktion...



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