Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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03.12.2003 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Kritisierter Kritiker

Fritz J. Raddatz hält sich und der Zeit den Spiegel vor

Fritz Rudolf Fries

Stier und Torero zugleich, in diesem Doppelbild sieht sich der Kritiker und Schriftsteller Fritz J. Raddatz. Als ein »Unruhestifter« will er mit seinen in diesem Herbst veröffentlichten Erinnerungen unter die Leser und Zeitgenossen treten. Das Buch ist im seichten Programm der Neuerscheinungen ein Ereignis. Seine Aufnahme bei den Kritikern zeigt zunächst den Tiefstand des gegenwärtigen deutschen Feuilletons und die Lust seiner Vertreter, ein Buch auf den Maßstab der beabsichtigten Kritik zu reduzieren oder zu vergrößern. Ideologiekritik verstellt den Blick auf den Autor. Endlich kann man dem Großkritiker auf die Zehen treten.

»Das Buch macht Furore«, so die Zusammenfassung der »tonangebenden« Blätter, jedoch habe hier ein Gekränkter eine Selbstverteidigung verfaßt und ein Sammelsurium aus Tagebüchern, Bilddokumenten und Porträts von Freund und Feind angeboten. Der homosexuelle Autor, der wie Edith Piaf in ihrem Chans...

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