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29.10.2003 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Mär vom Freihandel

Das Scheitern der WTO-Konferenz in Cancún und die neuen Herausforderungen für ihre Kritiker

Pia Eberhardt

Am 14. September scheiterte die WTO-Ministerkonferenz in Cancún an der klaren Absage, welche die afrikanischen Länder dem EU-Bestreben erteilt hatten, auch die fragwürdigen »Singapur-Themen« (Investitionen, Wettbewerb, Öffentliches Beschaffungswesen, Handelserleichterung) in die Verhandlungen zur »Liberalisierung« aufzunehmen. Ein plötzliches und überraschendes Ende? Eines, das laut US-Außenhandelsbeauftragtem Robert Zoellick darin begründet lag, daß einige Länder – die »won’t-do-countries« – nicht bereit gewesen seien, in Cancún zu verhandeln? Mitnichten!

Durch ihr Auftreten mit einer Mischung aus Arroganz und imperialen Machtspielen tragen EU und USA die Hauptverantwortung für das Scheitern von Cancún. Die tiefere Ursache liegt jedoch in der strukturellen Krise, in der sich die WTO schon seit Seattle befindet. Sie entzündet sich an den Politikinhalten der Organisation und ihren undemokratischen...

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