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08.10.2003 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Davongekommen

Deutsche sitzen über Deutsche zu Gericht und verteidigen ihr Recht, Krieg zu führen: Kriegverbrechen und deren strafrechtliche Verfolgung nach dem Ersten Weltkrieg

Kurt Pätzold

* Gerd Hankel: Die Leipziger Prozesse. Deutsche Kriegsverbrechen und ihre strafrechtliche Verfolgung nach dem Ersten Weltkrieg. Hamburger Edition, Hamburg 2003, 550 Seiten, 30 Euro

Im Alltag wie in der National- und Weltgeschichte lassen folgende Ereignisse die vorangegangenen häufig verblassen. So geschah es mit den Schlachten Friedrich II. von Preußen, nach der Völkerschlacht bei Leipzig. Das wiederholte sich mit Verdun und Sedan und später mit Stalingrad – trotz aller Anstrengungen der deutschen Mordspatrioten. Auf anderem Felde waren sie erfolgreicher und vermochten denkwürdige Geschehnisse schon aus dem Blickfeld des Volkes zu bringen, bevor sie durch spätere übertroffen wurden. Das war der Fall bei den Prozessen, die nach dem Ersten Weltkrieg vor dem Reichsgericht gegen Angehörige der kaiserlichen Armee und Flotte durchgeführt wurden, lange bevor es noch zum Gerichtshof in Nürnberg und zum Eichmann-Prozeß kam.

Wer, der zwischen 1930 und 1940 z...



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