Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Februar 2019, Nr. 46
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24.09.2003 / 0 / Seite 16 (Beilage)

Die Kulturblockade gegen Kuba

Die bundesdeutsche Politik gegenüber Havanna droht ihre Rationalität zu verlieren

Luis Suárez Salazar

Schätzungsweise 30000 Kubanerinnen und Kubaner besitzen passive oder aktive Kenntnisse der deutschen Sprache. Diese hohe Zahl rührt von den engen Beziehungen her, die der kubanische Staat seit dem Sieg unserer Revolution 1959 mit den entsprechenden politischen, gesellschaftlichen und Regierungsinstitutionen in der Deutschen Demokratischen Republik unterhalten hat, und die bis 1989 ausgebaut wurden. Gut 20000 kubanische Gastarbeiter wurden im Rahmen dieser Kontakte in den verschiedenen Industriezweigen der DDR ausgebildet, etliche tausend Austauschstudenten besuchten die ostdeutschen Universitäten. Eine Konsequenz dieser engen Bindungen war die Entscheidung Kubas, der deutschen Sprache in den höheren Bildungseinrichtungen über drei Jahrzehnte hinweg Priorität einzuräumen. Durch ihren hohen Stellenwert stieg verständlicherweise auch das Interesse der hiesigen Bevölkerung an der deutschen Kultur und der deutschen Literatur.

Dieses Interesse blieb ungebroc...

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