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27.08.2003 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Dubiose Schutzmänner

Private Sicherheitsfirmen beschäftigen nicht selten gerichtsbekannte Neonazis

Andrea Röpke / Helmut Lorscheid

Die Zahl privater Sicherheitsfirmen hat sich seit 1989 mehr als verdoppelt. Waren es damals noch etwa 700, so sind es heute fast 1500 Dienste mit rund 250000 Beschäftigten. Medienberichten zufolge hat es immer wieder rassistische oder gewalttätige, politisch motivierte Übergriffe durch unqualifiziertes Wachpersonal gegeben. Doch nur in Einzelfällen ist den Vorwürfen nachgegangen worden.

Recherchen zeigen jedoch, daß Security-Leute nicht nur immer häufiger aussehen wie Neonazis, sondern daß nicht wenige tatsächlich der rechten Szene angehören. Vorstrafen sind für die Firmen bei der Einstellung von Neuen häufig kein Problem, Überprüfungen finden kaum statt. Obwohl private Dienstleister im Sicherheitsbereich mit immer mehr Machtkompetenzen ausgestattet werden, fühlen sich Polizei, Verwaltung und Verfassungsschutz nicht zuständig. Eine gefährliche Entwicklung, wie einige Beispiele zeigen.

So beschäftigt der Wachdienst Zarnikow im brandenburgischen Rathe...



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