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13.08.2003 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Star und Bewegung

Italiens früherer CGIL-Chef wurde eine Zeitlang zur Integrationsfigur zwischen Gewerkschaften und Sozialforen. Gegen seinen Willen

Damiano Valgolio

Als gegen ein Uhr morgens das alte Partisanenlied »Bella Ciao« in Ska-Punk-Version durch die Stadthalle von Florenz dröhnte, wirkt der grauhaarige Mann auf dem Podium zunächst etwas verunsichert. Doch dann erhebt sich Sergio Cofferati und beginnt den Rhythmus mitzuklatschen. Unter ihm tanzen 7000 Menschen und jubeln dem Exvorsitzenden der größten italienischen Gewerkschaft CGIL zu. Vor den Türen des Gebäudes drängen sich Tausende begeisterter Anhänger, für die einfach kein Platz mehr im Saal ist. Es ist der 11. Januar 2003 – ein wichtiger Tag für Cofferati. Am nächsten Morgen sind sich die Zeitungen einig: Der 55jährige hat eindrucksvoll die politische Bühne betreten. Die linke Tageszeitung il manifesto schreibt sogar, die »sozialen Bewegungen Italiens haben endlich ihren wirklichen leader gekrönt«.

An jenem Januarabend waren gerade anderthalb Jahre seit dem Juli 2001 und den dramatischen Ereignissen von Genua vergangen. Die d...

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