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18.06.2003 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Quislinge in Belgrad

An der Ermordung des serbischen Premiers Zoran Djindjic sollen die Gegner des Haager Tribunals schuld sein, meinen Djindjics Erbschleicher

Klaus Hartmann

Lügen werden zur Rechtfertigung von Kriegen immer gebraucht – beim Krieg gegen den Irak nicht anders als bei der Zerstörung Jugoslawiens. Doch während im ersten Fall inzwischen selbst die harmlosesten Provinzgazetten höhnen »USA suchen ihren Kriegsgrund«, hat auch vier Jahre nach der NATO-Aggression gegen Jugoslawien kein Abrücken von der damaligen Propagandalinie eingesetzt. »Der Serbe ist schuld« bleibt die nicht durch Fakten untermauerte, aber umso tiefer sitzende Gewißheit. »Der Serbe« wird dabei personifiziert vom jahrelang dämonisierten Slobodan Milosevic, und in Den Haag wird die Kriegsschuldlüge gerichtsnotorisch.

Die Belgrader Behörden helfen den Haager Tribunalisten in jeder Hinsicht. So brachten sie den Angeklagten in Verbindung mit der Ermordung des serbischen Premierministers Zoran Djindjic am 11. März und nutzten die Bluttat zur Kriminalisierung seiner Familie und zur Erschwernis seiner Verteidigung. Keinen...

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