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18.06.2003 / 0 / Seite 2 (Beilage)

Im Kreuzverhör

Milosevic befragt einen prominenten Zeugen über die Kriegsverbrechen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina

»Mein Auftrag ist erfüllt: Jugoslawien gibt es nicht mehr.« Mit diesen Worten schied Stipe Mesic Ende 1991 aus dem Amt des jugoslawischen Bundespräsidenten aus und wurde in der Folge Parlamentspräsident des nunmehr selbständigen Kroatiens. Seit drei Jahren ist er Präsident der Republik und einer der westlichen Vorzeigedemokraten auf dem Balkan. Anfang Oktober 2002 wurde er als Zeuge vor den Haager Gerichtshof geladen, um die Schuld Milosevics am Auseinanderfallen Jugoslawiens zu belegen. Der Diktator in Belgrad, so will es die Anklageschrift, habe 1990/91 die Serben in Kroatien zum Aufstand angestachelt und von 1992 bis 1995 den Serben in der Republik Bosnien-Herzegowina den Völkermord an ihren muslimischen Landsleuten befohlen.

Der folgende Ausschnitt aus dem Protokoll des Kreuzverhörs setzt ein, nachdem Milosevic mit einigen Beispielen belegt hat, daß Kroatien (und nicht Jugoslawien oder Serbien) schon 1992 mit regulären Truppen in Bosnien-He...

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