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30.04.2003 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Wer stoppt wen?

»Zivilgesellschaft« und Hauptstadtpresse wollen in Berlin wieder einmal den 1. Mai »befrieden«. Demonstriert wird trotzdem. Aber wie?

Andreas Siegmund-Schultze

Alljährlich, kurz vor den 1.-Mai-Feierlichkeiten in Berlin, ist zu beobachten, wie im Hauptstadt-Blätterwald eine Debatte über deren »Befriedung« oder das »Ende der Gewalt« vom Zaune gebrochen wird. Da berichtet dann Innensenator Ehrhart Körting im vollen Eifer, daß er Polizisten in die Wohnungen von 170 »gewaltbereiten Chaoten« der Stadt geschickt hätte, die harte Konsequenzen für den Fall ankündigten, daß der 1. Mai nicht friedlich begangen werde. Allerdings hat der SPD-Politiker seit neuestem ein Problem. Der Berliner Zeitung verriet er, daß »politisch motivierte Serientäter« immer seltener auftreten. »Die Steinewerfer von heute sind überwiegend Menschen, die bislang mit diesen Straftaten noch nicht aufgefallen sind«, zitiert das Blatt Körting. Insgesamt werde sich die Polizei, wie im vergangenen Jahr, zurückhalten, im Falle von Straftaten aber hart durchgreifen. Auch das Gewalt-Präventivkonze...

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