Gegründet 1947 Mittwoch, 1. April 2020, Nr. 78
Die junge Welt wird von 2267 GenossInnen herausgegeben
16.04.2003 / 0 / Seite 15 (Beilage)

Schmeckt leider trotzdem

Der Weinboykott: Eher keine scharfe Waffe gegen den Imperialismus

Heiko Lindmüller

Boykottieren ist eine tolle Sache. Das persönliche Risiko ist nicht allzu groß und der Konsum- und Genußverlust hält sich in äußerst engen Grenzen. Gründe für einen Boykott gibt es eigentlich immer. So kann man beispielsweise problemlos jW boykottieren, wenn einem wieder einmal ein Kommentar nicht gefallen hat. Irgendwann hört man damit wieder auf, weil man die Zeitung irgendwie trotzdem braucht. <br /> <br /> Ich habe in meinem Leben schon alles mögliche boykottiert. Laut Überlieferungen meiner Eltern galt mein frühkindlicher Protest sowohl Lebertran- als auch Spinatverabreichungen. Mein erster bewußter Boykott richtete sich gegen meinen Opa. Den konnte ich aus verschiedenen Gründen nicht leiden und blieb deshalb demonstrativ seiner Beerdigung fern. Das war sogar bereits ein bißchen politisch, denn er war ein alter Nazi. Den Besuch bestimmter Schulstunden boykottierte ich eher aufgrund des schönen Wetters, welches eine öde Mathelektion als ...

Artikel-Länge: 6250 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Jetzt drei Wochen gratis im Probeabo!