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18.11.1997 / Ausland

»Friedensrat« bringt keinen Wandel in Myanmar

Mit taktischen Manövern will die Junta ihr Image aufpolieren

Hilmar König, Neu Delhi

Das jüngste Manövrieren der Militärjunta in Myanmar (Birma) - mal gestattet sie der Bürgerrechtlerin Aung San Suu Kyi den Besuch eines ihrer Parteibüros, beim nächsten Mal werden die Straßen zu einem Meeting blockiert, am Wochenende schließlich benannte sich die Militärregierung in »Friedensrat« um - erweckt den Eindruckt, die Machthaber wären flexibler geworden. Daß sich die Obristen allerdings nur um ein neues Image bemühen, liegt auf der Hand und hat verschiedene Gründe. Zum einen wirken sich die politischen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen den »Friedensrat« (bis zum Wochenende noch SLORC, »Staatsrat zur Restaurierung von Gesetz und Ordnung«), aus. Die EU hat ihre Visa-Restriktionen gegen Regierungsmitglieder und deren Familien verlängert. Die USA, Kanada und Großbritannien haben einen partiellen Wirtschaftsboykott verhängt. Japan hält Entwicklungshilfe zurück. Norwegen stornierte Handelsvergünstigungen für Myanmar. Dänemark unter...

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