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01.11.1997 / Inland / Seite 0

Im Osten wächst die Armut

»Sozialreport 1997« vorgestellt: zunehmende Hoffnungslosigkeit

Tilo Gräser

In Ostdeutschland gibt es inzwischen eine »eindeutige Polarisierung« zwischen sozial Gesicherten und weniger Gesicherten. Das erklärte am Freitag in Berlin Gunnar Winkler vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e. V. (SFZ). Winkler stellte den mit Unterstützung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler- Stiftung erarbeiteten »Sozialreport 1997« des SFZ vor. Die Lebenslage Erwerbstätiger und Rentner sei durch ein »höheres Maß an sozialer Sicherheit« bestimmt als bei Arbeitslosen und denen, die über arbeitsmarktpolitische Maßnahmen beschäftigt sind. Als Kriterien dafür führte Winkler Arbeit, ein gesichertes Einkommen sowie spürbar verbesserte Lebensbedingungen und -verhältnisse an. Die soziale Schichtung in den neuen Bundesländern sei durch den abnehmenden Anteil Erwerbstätiger (1990: 68 Prozent; 1997: 39 Prozent) gekennzeichnet. Das Armutspotential wachse, hieß es am Freitag in Berlin. Der Sozialreport verweist auf das »b...

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