19.08.1997 / Titel / Seite 0

Silber aus den KZ - wer verdiente daran?

Neue Erkenntnisse über den Raub der Nazis an jüdischen Opfern

Holger Becker

In Bonn beginnen am heutigen Dienstag die Verhandlungen zwischen der Jewish Claims Conference und der Bundesregierung, bei denen es um die Entschädigung jüdischer Opfer der Naziverbrechen aus Osteuropa geht. Kurz vor diesen bis Mittwoch dauernden Gesprächen sind neue Erkenntnisse über den Edelmetallraub an Juden aus Osteuropa bekannt geworden. Sie beziehen sich auf erhebliche Mengen Silber, das die SS ihren Opfern vor deren Ermordung in den Vernichtungslagern raubte und dann an die Deutsche Reichsbank übermittelte.

Bereits in den letzten Monaten hatte sich herausgestellt, daß die SS über ihren Hauptsturmführer Melmer Goldbarren aus den KZ an die Reichsbank geliefert hat, ebenso Schmuck, der dann hauptsächlich von der Deutschen Gold- und Silberscheideanstalt (Degussa) zu Goldbarren umgeschmolzen wurde. Nun hat der Düsseldorfer Historiker und Publizist Hersch Fischler bei Recherchen im Bundesarchiv Koblenz und im Historischen Archiv der Deut...

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