75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Gegründet 1947 Mittwoch, 30. November 2022, Nr. 279
Die junge Welt wird von 2690 GenossInnen herausgegeben
75 Ausgaben junge Welt für 75 € 75 Ausgaben junge Welt für 75 €
75 Ausgaben junge Welt für 75 €

Leserbrief verfassen

Betr.: Artikel Neue russische Raketenangriffe

Artikel »Neue russische Raketenangriffe« einblenden / ausblenden

Neue russische Raketenangriffe

Kiew und große Teile der Ukraine ohne Strom und fließendes Wasser

Nach einer neuen Welle russischer Angriffe gegen die Energieinfrastruktur der Ukraine waren am Mittwoch nachmittag große Teile des Landes ohne Strom. Die Angriffe begannen um die Mittagszeit und dauerten bis in den frühen Nachmittag an. Getroffen wurden Ziele in Mikolajiw, Odessa, Kriwij Rig, Charkiw, Kiew, Chmelnitzkij, Winnizja und Lwiw. Einige Raketen trafen auch Wohnhäuser. Es gab einen Toten und 20 Verletzte. Aus den genannten Regionen wurde von Notabschaltungen der Stromversorgung berichtet. In Kiew fielen zusätzlich Wasserversorgung und Fernheizung aus, in den Supermärkten wurde das Mineralwasser knapp, in vielen Geldautomaten das Bargeld. Auch die beiden Atomkraftwerke »Südukraine« (im Gebiet Mikolajiw) und »Riwne« (im Westen des Landes) mussten heruntergefahren werden. Nicht, weil sie selbst beschädigt worden wären, sondern weil sie durch Schäden im Leitungsnetz den von ihnen produzierten Strom nicht mehr ins Netz einspeisen konnten.

Die Angriffswelle kam einen Tag, nachdem der Chef des Energieversorgers Ukrenergo, Wolodimir Kudrizkij, mitgeteilt hatte, es gebe in der Ukraine praktisch keine unbeschädigten Wärme- und Wasserkraftwerke mehr. Einige Anlagen seien bis zu achtmal beschossen worden. Auch die Umspannstationen seien praktisch alle beschädigt oder zerstört.

Auch das benachbarte Moldau war von der Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur betroffen. Die Hälfte des Landes werde nicht mit Strom versorgt, teilte Vizepremier und Infrastrukturminister Andrei Spuni auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Auch die an die Ukraine angrenzende, international nicht anerkannte Republik Transnistrien meldete laut Innenministerium Stromausfälle.

Die Angriffe zeigen, dass ukrainische und westliche Behauptungen, Russland gingen die Raketen aus, wohl voreilig sind. An den Fronten setzte Moskau nach eigenen Angaben seine Angriffe südwestlich von Donezk fort. Nach Aussage russischer Frontkorrespondenten sind inzwischen zwei Drittel der seit Monaten umkämpften Ortschaft Marjinka in russischer Hand. Auf der anderen Seite versucht die Ukraine offenbar, mit Landungstruppen die Halbinsel »Kinburn-Nehrung« südlich der Dnipromündung zu erobern. Von dort aus kann Russland die Hafenstadt Mikolajiw und den Marinestützpunkt Otschakiw beschießen.

Leserbriefe müssen redaktionell freigeschaltet werden, bevor sie auf jungewelt.de erscheinen. Bitte beachten Sie, dass wir die Leserbriefe Montags bis Freitags zwischen 10 und 18 Uhr betreuen, es kann also einige Stunden dauern, bis Ihr Leserbrief freigeschaltet wird.

Sie erklären sich damit einverstanden, dass wir dessen Inhalt ggfls. gekürzt in der gedruckten bzw. Online-Ausgabe der Tageszeitung junge Welt und in sog. sozialen Netzwerken wiedergeben können. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Die junge Welt behält sich Kürzung Ihres Leserbriefs vor.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette (einblenden / ausblenden)

Netiquette

Liebe Leserin, lieber Leser,

bitte beachten Sie die folgenden Hinweise für Ihre Beiträge zur Debatte.

Ihr Leserbrief sollte sich auf das Thema des Artikels beziehen. Veröffentlicht wird Ihr Beitrag unter Angabe Ihres Namens und Ihres Wohnortes. Nachname und Wohnort können abgekürzt werden. Bitte denken Sie daran, dass Ihr Text auch nach Jahren noch im Internet auffindbar sein wird. Wir behalten uns eine redaktionelle Prüfung vor, ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Für uns und unsere Leser sind Ihre eigenen Argumente interessant. Texte anderer sollen hier nicht verwendet werden. Bitte bleiben Sie auch im Meinungsstreit höflich. Schmähungen oder Schimpfwörter, aggressive oder vulgäre Sprache haben hier keinen Platz. Denken Sie daran: »Auch der Haß gegen die Niedrigkeit verzerrt die Züge.« (Bertolt Brecht)

Äußerungen, die als diskriminierend, diffamierend oder rassistisch aufgefasst werden können, werden nicht toleriert. Hinweise auf kommerzielle Angebote jeder Art sind ausdrücklich nicht gewünscht. Bitte achten Sie auf die Orthografie und bitte nicht »schreien«: Beiträge, die in Großbuchstaben abgefasst wurden, werden von uns gelöscht.

Die Moderation bedeutet für unsere Redaktion einen zusätzlichen Aufwand: Leserbriefe zu älteren Artikeln sind deshalb nur befristet möglich. Außerdem kann es etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis die Redaktion Ihren Leserbrief bearbeiten kann, dafür bitten wir um Verständnis. Orthografische Änderungen durch die Moderation machen wir nicht kenntlich, Streichungen mit eckigen Klammern.

Viel Freude am Debattieren!

Rosa-Luxemburg-Konferenz: Programm einsehen oder Tickets bestellen unter jungewelt.de/rlk