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Ankara bombt weiter

Luftangriffe auf Infrastruktur in Nordsyrien. Astana-Gipfel schweigt zu türkischem Vorgehen

Das türkische Militär hat am Mittwoch seine am Wochenende begonnenen Luftangriffe auf Nordsyrien fortgesetzt. Die Angriffe mit Kampfflugzeugen und Drohnen richteten sich auch gegen die zivile Infrastruktur der Selbstverwaltungsregion wie Ölförderanlagen bei der Stadt Tirbespiye (Al-Kahtanija), Tankstellen, Getreidespeicher und Krankenhäuser, meldete die kurdische Nachrichtenagentur ANF. Bei einem Drohnenangriff auf einen gemeinsamen Beobachtungsposten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDK) und der russischen Armee nördlich von Til Temir (Tel Tamer) wurde mindestens ein SDK-Kämpfer getötet, während die offenbar vorgewarnten russischen Soldaten den Stützpunkt vorübergehend verlassen hatten. Bombardiert wurde laut einem SDK-Sprecher zudem die Umgebung eines Gefängnisses für Kämpfer des »Islamischen Staates« bei Kamischli.

Die Luftangriffe seien »erst der Anfang«, erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch in Ankara. Eine Bodenoperation werde »zu einem geeigneten Zeitpunkt« beginnen. Die Einmarschdrohungen müssten erst genommen werden, »solange es keine ernsthaften Anstrengungen gibt, die Türkei davor abzuhalten, insbesondere von Seiten der USA und Russlands«, warnte der SDK-Oberkommandierende Maslum Abdi laut der Nachrichtenseite Al-Monitor vom Mittwoch.

In der kasachischen Hauptstadt Astana endete am Mittwoch die 19. Runde der Syrien-Gespräche zwischen Russland, der Türkei und dem Iran. In ihrer Abschlusserklärung verpflichteten sich die drei Regierungen zur »Wahrung der Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territorialen Integrität« Syriens. »Separatistischen Plänen« wurde ebenso wie »Terrorismus in allen seinen Formen« der Kampf angesagt. Während israelische Luftangriffe auf Syrien explizit verurteilt wurden, wurden die Angriffe durch die türkische Armee in der Erklärung mit keinem Wort erwähnt. Das syrische Außenministerium sprach dagegen am Mittwoch von einer »Verletzung des Völkerrechts« und beklagte: »Die Türkei kommt ihren Verpflichtungen aus dem Astana-Prozess nicht nach.«

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