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Kraft tanken im Stream

Ein Blick zurück auf die XXVII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin

Ursprünglich sollte die XXVII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin ein Fest des Wiedersehens werden. Und es hätte gut getan, mit Tausenden physisch anwesenden Besucherinnen und Besuchern Energie zu tanken für die anhaltenden und anstehenden Kämpfe. Die Max-Schmeling-Halle in Berlin war bereits gebucht, die Vorbereitungen praktisch abgeschlossen – doch Corona vermasselte abermals die große Sause, und das Virus zwang junge Welt und Melodie & Rhythmus erneut zur inneren Einkehr in die zum Studio umgebaute jW-Ladengalerie. Was dort schließlich am 8. Januar auf die Beine gestellt wurde, konnte zwar den persönlichen Austausch nicht ersetzen, hatte aber Strahlkraft weit über deutsche Grenzen hinaus. Und es zeigte sich, dass auch mit dem zwangsweisen Umzug in den Livestream ein spannender Jahresauftakt linker Kräfte möglich ist.

Referentinnen und Referenten aus aller Welt sorgten in ihren jeweiligen Themengebieten für inhaltliche Tiefe, das Konferenzmotto »Hände weg von Russland und China!« war aktueller denn je. Als Vizevorsitzender des außenpolitischen Ausschusses der russischen Staatsduma schilderte Dmitri Nowikow (KPRF) die Aggression der Imperialisten. Der Krise des Kapitalismus und dessen Ausbeutungs- wie Unterdrückungsmechanismen widmeten sich die Journalistin Rania Khalek, Lucia Pradella vom King’s College London und der frühere Labour-Chef Jeremy Corbyn, der bekannte: »Wir müssen in einer Welt des Friedens leben!« Alternativen sind möglich, wie Juan Ramón Quintana aus Bolivien und Rosario del Pilar Pentón Díaz aus Kuba konkretisierten. Dass ohne Frieden alles nichts ist, stellten schließlich die Diskutanten der Podiumsdiskussion klar und debattierten darüber, wie wir den nächsten großen Krieg verhindern können.

Und die Künstlerinnen und Künstler – die Grenzgänger, das Skazka-Orchester, das Simon-Dach-Projekttheater oder die online aufbereitete Ausstellung der Gruppe »Tendenzen« – machten bereits Lust auf nächstes Jahr. Dann soll die Konferenz endlich wieder für alle live vor Ort veranstaltet werden, in der für einen Tag symbolisch nach Max Hoelz umbenannten Halle in Prenzlauer Berg.

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