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Mehr Personal, mehr Geld

Pflegetag: Pflegeratsvorsitzende fordert 4.000 Euro brutto für Pflegekräfte

Der Pflegepersonalmangel komme aus ihrer Sicht für die Gesellschaft gleich nach der Klimakatastrophe, sagte die Vorsitzende des Pflegerates, Christine Vogler, anlässlich der Auftaktveranstaltung des Deutschen Pflegetags am Mittwoch in Berlin. Bei der Tagung der Pflegebranche sollen bis diesen Donnerstag Experten aus Politik, Wirtschaft und Verbänden über aktuelle Herausforderungen der Pflege beraten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte in seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung eine »ehrliche Debatte« über Kosten in der Pflege. Mehr Personal und bessere Bezahlung zu verlangen, aber hohe Kosten zu beklagen, passe »nicht so ganz zusammen«, so der Minister.

Schnelle Verbesserungen will Vogler mit der Forderung nach einem Einstiegsgehalt von 4.000 Euro brutto für Pflegefachkräfte aller Bereiche durchsetzen, die sie auf der Tagung forderte. Die hohen Belastungen und Verantwortung des Pflegeberufs erforderten eine bessere Bezahlung, um einen besseren Zulauf und Verbleib im Beruf sicherzustellen. Außerdem könnten Menschen, die den Pflegeberuf verlassen haben, so zur Rückkehr in diese Tätigkeit bewegt werden, sagte die Pflegeratsvorsitzende. Der Pflegerat schließt als Dachverband große Berufsverbände der Pflegebranche zusammen. Die Verdienstmöglichkeiten sind in der Pflege je nach Region und Arbeitsbereich unterschiedlich hoch.

Spahn stellte seinem Ministerium für die vergangene Legislatur ein positives Zeugnis aus. »Von dem, was wir anpacken sollten, haben wir ziemlich viel angepackt«, lobte sich der im Falle des Zustandekommens einer »Ampel«-Koalition bald aus dem Amt scheidende Minister. Der in der Pflege durchgesetzte Mindestlohn und gestiegene Ausbildungsvergütungen würden »deutliche Verbesserungen bringen«, so Spahn. Pflegekräfte müssten sich bei Tarifverhandlungen jedoch weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen, sie seien derzeit »am längeren Hebel«. Das unter Spahn beschlossene Gesetz für eine tarifliche Bezahlung in der Altenpflege sei stark missbrauchsanfällig, kritisierte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler das Eigenlob in einer Mitteilung am Mittwoch. Sie forderte von einer kommenden Bundesregierung wirksame Maßnahmen, um »Beschäftigte zu entlasten und dauerhaft mehr Personal in die Einrichtungen zu bekommen«. (dpa/AFP/jW)

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