Fiesta 2012

Fiesta 2012

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    Engagiert, in Bewegung: Gabriele Senft

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    Die Fotojournalistin Gabriele Senft (www.gabrielesenft.de) leitet gemeinsam mit dem Verbandsmitglied Nikos Damianidis den Arbeiterfotografie-Workshop zum Thema Reportagefotografie, in dessen Mittelpunkt die von Cuba Si veranstaltete Fiesta de Solidaridad con Cuba am Sonnabend, dem 28. Juli 2012 in der Parkaue in Berlin-Lichtenberg steht.

    »Ich fotografiere, seit ich von meinen Goßeltern 1959 eine "Penti 1" bekam. Die Negative waren nur 12x18 mm, aber es gab sozusagen einen Schnellaufzug bzw. einen Stab, der an der Seite raus sprang und wieder reingeschoben werden mußte. Ich habe meine Geschwister, Eltern und alles, was so kam, vor die Linse genommen. Die vom Labor zurückerhaltenen Fotos waren nicht sehr ermutigend.

    Bald hat mir mein Vater seine Altix geschenkt und damit begann die bis jetzt anhaltende Freude am Fotografieren. Vor dem Abitur plante ich schon, mein Hobby zum Beruf zu machen.

    Das Entwickeln von Filmen und Fotos lernte ich beim Luckauer Kulturbundfotozirkel und konnte ein einjähriges Volontariat bei ADN-Zentralbild in Berlin absolvieren. Danach folgte ein Journalistikstudium an der Leipziger Karl Marx Universität und 1975 der Einstieg als Bildreporterin bei einer Fotoagentur in Berlin.

    Lange war meine Ausrüstung eine Praktika und eine Pentacon Six für 6x6 Aufnahmen. Die brauchte ich vor allem für Farbfotos und für die Theaterfotografie. Man hatte mich dahin gelenkt, mich auf dem Gebiet der Kultur zu tummeln.

    Dazu gehörte der Alltag der Menschen, die Bildung, das Gesundheitswesen, Konzerte, Schriftstellerlesungen, Bildende Künste und Volkskunstschaffen - und eben die Schauspielerei. Ich interessierte mich auch besonders dafür, was die Leute noch so nach Feierabend zusammen unternehmen. So war das in der DDR.

    1990 verließ ich die Agentur gern. Fotografieren sollte nur noch ein Job sein. Fotogeschichtchen für die Massenmedien, um die Menschen von ihren wirklichen Problemen und Interessen abzulenken. Einer meiner letzten Aufträge bei ADN war eine Misterwahl mit Striptease. Da war ich doch viel besser bei der Jungen Welt aufgehoben. Doch die mußte ihre
    Fotoreporter aus finanziellen Gründen bald entlassen. Darum ging es für mich nun, wie für die meisten Pressefotografen, freiberuflich weiter.

    Ich bin nun viel bei Demos unterwegs. Habe mich fest in der Friedensbewegung verwurzelt und stehe bei allen, die sich gegen Sozialabbau, Krieg und Repression empören. Beim Fotografieren erhalte ich von den aktiven, mir sympathischen Menschen viel Ermutigung.

    Beim Workshop möchte ich dazu beitragen, daß sich alle miteinander wohl fühlen, daß er für die Teilnehmer ein Gewinn wird und später daraus eine tolle Ausstellung entsteht.« 

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    Unter Leitung der Berliner Fotojournalistin Gabriele Senft und des Arbeiterfotografie-Verbandsmitglieds Nikos Damianidis findet vom 27. bis 29. Juli 2012 in Berlin ein Workshop zum Thema Reportagefotografie statt.

    Fotografisch dokumentiert wird die zum Jahrestag des revolutionären Sturms auf die Moncada- Kaserne am 26.7.1953 von Cuba Si veranstaltete Fiesta de Solidaridad con Cuba.

    Die Tageszeitung junge Welt dokumentiert das Projekt online und im Print und wirbt für ihren jährlichen Fotowettbewerb für Leserinnen und Leser, die »Blende«.

    Termine

    Freitag, 27.07.2012
    Der Rote Laden
    Weidenweg 17, DIE LINKE.Friedrichshain-Kreuzberg

    17 Uhr: Film »Wir sind das Auge unserer Klasse« und Einführungsvortrag von Gabriele Senft zum Thema »Arbeiterfotografie/Reportage«

    Sonnabend, 28.07.2012
    Fiesta de Solidaridad con Cuba
    Parkaue Lichtenberg, Nähe Rathaus Lichtenberg, S + U-Bahn Frankfurter Allee

    14 bis ca. 22 Uhr: Programm mit Kinderfest, Musik, Ansprache, Diskussionen, Verlosung, Konzert mit »Expresion Latina Cubana«

    Ein Stand wird von den Workshop-Teilnehmern ausgestaltet. Neue Fotos werden über Beamer auf Leinwand sowie hier auf der junge Welt-Website präsentiert.

    Die junge Welt veröffentlicht am 4. August 2012 eine Fotoreportage mit den besten Arbeiten der Teilnehmer. Im September folgen Ausstellungen im Berliner Karl-Liebknecht-Haus sowie in der Galerie des Coop-Cafés, Rochstraße 3.

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    Mit der Kamera dabei: Senne Glanschneider

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    » Ich bin als Ansprechpartnerin vom Bundesverband Arbeiterfotografie auf der Fiesta dabei und fotografiere bereits seit seit 1952. Meine Ausbildung absolvierte ich von 1954-57. Meine Arbeiten sind für Freunde und Familie, aber es gibt auch Fotos, die öffentlich zu sehen waren, auf Ausstellungen, in Zeitungen und im Internet.

    Ich finde es wichtig, mit diesem Workshop den Blick nach vorn zu richten, Visionen, Erkenntnisse und Motivationen an die junge Generation weiter zu geben. Zu versuchen, die Teilnehmer zu sensibilisieren für gesellschaftspolitische, sozialkritische Zusammenhänge und Aspekte der Umsetzung mittels Fotografie.«

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    Mit der Kamera dabei: Peter Betscher

    »Fotografieren - oder eher Knipsen - tue ich schon seit meiner frühesten Jugend. Es motiviert mich, bestimmte Augenblicke festzuhalten. Da ich mich für Botanik interessiere, habe ich in der Vergangenheit in erster Linie Pflanzen,- Tier- und Landschaftsaufnahmen gemacht.

    In der Regel zeige ich meine Bilder nur Freunden. Es ist bisher nur eine Reportage von mir im Internet veröffentlicht worden.«

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    Mit der Kamera dabei: Harald Wolff

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    »Relativ intensiv fotografiere ich seit 1979, als mein erster Sohn zur Welt kam. Also viel im privaten Bereich, aber auch Umwelt, Pflanzen und Tiere.

    Des weiteren habe ich viele Aufnahmen von Demos und anderen Widerstandsaktionen gegen dieses kapitalistische System gemacht.

    Einige Bilder von mir kann man im Internet finden. Beim junge Welt-Fotowettbewerb Blende habe ich schon einmal einen ersten Platz belegt. Der Höhepunkt aber war eine Fotoreportage  vor kurzem in dieser Zeitung: Hart am Wind! - über den jW-Segeltörn auf der Ostsee.

    Vom Workshop erwarte ich neue Erkenntnisse und Anregungen, was das Fotografieren anbelangt. Besonders in technischen Fragen, zu den besten Einstellungen des Apparates usw. - denn darin bin ich ein absoluter Laie.«



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    Mit der Kamera dabei: Anna Seebacher

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    Antirassismus-Demo am Berliner Hermannplatz (März 2012)

    »Ich habe eigentlich immer schon fotografiert, so nach Gusto und Gefühl. Ich glaube, da ist ein tief sitzender Dokumentationswahn in mir. Weil eben nichts bleibt, wie es war.

    Mich interessieren eigentlich am meisten die Veränderungsprozesse. Zum Beispiel kann man ja die Gentrifizierung nur erkennen, wenn man weiß, wie es vorher war. So könnte man sagen, dass mich eher alles das interessiert, was am Rande ist, unspektakulär und nicht „schön“ im üblichen Sinn.

    Auch wünschte ich mir, Fotos machen zu können, die kein Transparent benötigen, um eine Aussage zu haben.«


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    Mit der Kamera dabei: Jens Schulze

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    »Ich fotografiere seit über dreißig Jahren - auch gegen den gelegentlichen Protest meiner Mitmenschen -, und somit bereits seit der Schulzeit. Die Kamera ist immer im Rucksack. Ich möchte schöne und auch hässliche Momente des Lebens im Bild festhalten. Beides unter dem Credo: Kunst ist Waffe. An diesem Wochenende erhoffe ich mir einen konstruktiven Erfahrungsaustausch und -zuwachs, viel Spaß bei der Arbeit an einem gemeinsamen Thema und natürlich eine lustige Fiesta de Solidaridad con Cuba

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    Mit der Kamera dabei: Johanna und Elisabeth Riehle

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    »Wir erhoffen uns von dem Workshop vor allem, schöne Erfahrungen zu sammeln und dass wir uns auch fotografisch weiter entwickeln können. Wir möchten von der Fiesta de Solidaridad con Cuba die schönsten, emotionalsten und beeindruckendsten Momente festhalten :-). Wir freuen uns darauf, von professionellen Leuten lernen zu können. «

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    Mit der Kamera dabei: Anja Neumann

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    »Schon als Kind habe ich gern fotografiert. Was mich dabei motiviert? Eine gute Frage. Meine Antwort: Die schönen Dinge per Foto festzuhalten, das ist einfach ein guter Ausgleich für mich. Man braucht einfach auch das Schöne für ein gutes und ausgewogenes Leben.«

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    Mit der Kamera dabei: Yusuf Beyazit

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    »Ungefähr zehn Jahre lang hatte ich eine Dunkelkammer und habe meine Fotos selbst entwickelt - das war toll! In der Schulzeit habe ich Klassenfotos gemacht und dadurch mein Taschengeld verdient.

    Mein Hauptinteresse beim Fotografieren gilt Menschen, aber auch der Architektur. In der letzten Zeit war ich des öfteren auf Demos habe Bilder von Menschen in Bewegung gemacht. Ich empfinde es als meine Pflicht, beim Fotografieren das Zeitgeschehen festzuhalten.«

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    Mit der Kamera dabei: Gisela Blomberg

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    »Was mich motiviert? Eine Situation muss für mich interessant sein, ich muss das Gefühl haben, dass ich mit dem Foto anderen Menschen etwas Wichtiges mitteilen kann. Oft bin ich aber doch enttäuscht, da es nicht so gelingt, wie ich es mir vorstelle.

    Ich freue mich auf den Workshop, denn ich denke, ich kann dort ganz viel lernen, u.a. wie eine Reportage vorbereitet wird.«

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    Mit der Kamera dabei: Andreas Bräutigam

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    »Ich fotografiere seit meinem siebzehnten Lebensjahr bei allen Gelegenheiten, die sich ergeben oder die ich aktiv suche, wobei die aktive Suche - zeitbedingt -  nur selten möglich ist.

    Eine ausführliche Darstellung meiner fotografischen Biografie ist im Rundbrief der Arbeiterfotografie 2011.1 abgedruckt. Meine Motivation wechselt: Mal politisch, mal dokumentarisch, mal ästhetisch, mal gar nicht. Die größte Motivationsbremse ist die Aufforderung an mich: Mach doch mal ein Foto!«

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    Mit der Kamera dabei: Uta Mader

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    »Im Alter von etwa 20 Jahren habe ich begonnen zu fotografieren. Das war in den 1960ern. Bei einem Freund habe ich ein kleines Fotolabor genutzt. Damals waren es vor allem Fotos von Freunden und Bekannten, weniger von Sehenswürdigkeiten. Später waren es vorwiegend Erinnerungsfotos von meinen Reisen. Mein Motiv ist, das festzuhalten, was mir wichtig ist.«

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    Mit der Kamera dabei: Krystina Kauffmann

    Krystina Kauffmann

    »Bewußt fotografiere ich erst seit einigen Jahren. Mensch und Umwelt (Dokumentation) zählen zu meinen vorrangigen Interessen. Als begeisterte Fliegerin fotografiere ich auch aus der Vogelperspektive. «