Die Antiglobalisierungsbewegung hatte ihren Höhepunkt vor 25 Jahren bei den Protesten gegen den G8-Gipfel in der italienischen Hafenstadt. Genua 2001 – Ereignis, Kontext, Folgen. Ein Gespräch mit Raffaella Bolini.
Reinhard Opitz: Mit Nationalismus, Sozialdarwinismus und neuformuliertem Rassismus sollte im Kaiserreich die SPD zurückgedrängt werden. Sozialismus als Ziel blieb populär. Es bedurfte eines weiteren Elements der Demagogie: des modernen Antisemitismus.
Am Montag porträtierte die New York Times (NYT) US-Außenminister Marco Rubio als »Vizekönig von Venezuela«. Am Donnerstag fragte Telepolis, ob das eine Blaupause für Kuba sei. Am Freitag berichtete die NZZ, immer mehr Länder wiesen kubanische Ärzte aus.
Die Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua waren der Höhepunkt der Antiglobalisierungsbewegung – und zeigten zugleich deren Grenzen auf. Der italienische Staat reagierte mit brutaler Repression.
Die Macht wollte sich nicht in Harmonie auflösen. Die wahren weltpolitischen Verschiebungen fanden woanders statt, nämlich in Asien: Die Proteste von Genua 2001 und ihr Nachhall.
Heute kochen wir gesund, Sie saufen zu viel! Das mit der WM, das ganze Glyphosathefeweizen und noch dazu die Schnapsnächte im Biergarten, auf Balkonien und im Park. Das geht auf den Herzkranz rauf und in den Kreislauf runter.