02.07.2022 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Es ist schwierig, dem Dollar zu entkommen«

Über den Reiz von Hedgefonds, Geldpolitik und die NATO als Profiteur des Ukraine-Kriegs. Ein Gespräch mit Sebastian Mallaby

Simon Zeise

Sie kennen den Finanzmarkt so gut wie kaum ein anderer. Hedgefonds spielen eine immer größere Rolle im Kapitalismus. Seit wann gibt es diese Schattenbanken eigentlich?

Alles begann mit Alfred Winslow Jones. Er entspricht sicher überhaupt nicht dem Bild, das man sich von dem Vater der hyperkapitalistischen Hedgefonds machen würde. Als junger Mann war er als Diplomat für das US-Außenministerium nach Berlin gegangen und hatte sich in eine schöne Deutsche verliebt (Anna Luise Block, Tochter des Malers Josef Block; jW), die in der linken Opposition gegen die Nazis aktiv war. Sie war so schön, dass sie damit prahlte, sie könne sich mit nichts als einem Pappkarton als Gepäck in das feinste Londoner Hotel hineinreden. Und so heiratete Alfred Jones sie. In den späten 20er und frühen 30er Jahren, als er in Berlin an der Marxistischen Arbeiterschule studierte und sich in der Leninistischen Organisation engagierte, beschäftigte er sich sehr mit der öffentlichen Politik. Und dann, als er, ich glaube, 49 Jahre alt war, wandte er sich dem Finanzwesen zu, um etwas mehr Geld zu verdienen.

Wie lautete sein Plan?

Er hatte die Idee für einen, wie er es nannte, hedged (abgesicherten; jW) Fonds, bei dem der Kauf von Aktien durch Leerverkäufe anderer Aktien ausgeglichen werden sollte. Und da er es für sicher hielt, erhöhte er das Risiko, indem er mehr Geld und mehr Fremdkapital einsetzte. Wenn er zum Beispiel der Meinung war, dass Ford besser gemanagt würde als General Motors, würde er Ford-Aktien kaufen und Papiere von General Motors shorten. Er wollte sich gegen das allgemeine Risiko des Marktes absichern. Sollte es zu einem allgemeinen Konjunkturabschwung kommen, wäre er geschützt. Die Kombination von Short- und Long-Positionen war eine Möglichkeit, spekulative Mittel mit konservativen Zielen zu kombinieren, wie er es nannte.

Und war er immer noch Marxist und schickte das ganze Geld in die Sowjetunion?

Nein, das tat er nicht. Zu diesem Zeitpunkt war er ein Kapitalist geworden und er war ziemlich glücklich, sich ein schönes Landhaus im Norden von New York kaufen zu können.

Die Hedgefonds-Branche hat sich im Laufe der Jahre verändert. Im Vergleich dazu, mit wie viel Geld die Fonds heute um sich werfen, waren die Summen, mit denen Alfred Jones handelte, Peanuts. Wie kam es zum Aufstieg der Branche?

Etwa zwölf Jahre, nachdem Alfred Jones den ersten Hedgefonds gegründet hatte, schrieb jemand ein Porträt über ihn in einem Wirtschaftsmagazin. Darin wurde die Methode erläutert, der sich Jones bediente. Danach versuchte praktisch jeder, sie zu kopieren. So kam es in den 60ern zu einem Hedgefonds-Boom, in dieser Zeit begannen zum Beispiel die Investorenlegenden George Soros und Michael Steinhardt ihre Tätigkeit. Ende der 60er begann der Markt zu fallen, und die 70er Jahre waren eine schreckliche Zeit für den Finanzmarkt. Viele dieser Hedgefonds, die das ursprüngliche Modell kopierten, gingen pleite. Und obwohl es einige gab, die überlebten, wie die von Soros, Steinhardt und einer Gruppe namens Commodities Corporation, die in Princeton mit Rohstoffen handelte, waren sie ein bisschen unter dem Radar. In den 80ern gab es nicht sehr viele Hedgefonds. Die große Sache, die alles änderte, war, dass die Universitätsstiftungen in den USA, die über große Mengen an Ersparnissen verfügen, anfingen, in Hedgefonds zu investieren. Die erste, die dies tat, war die Yale-Stiftung. Dadurch wurde der Umfang des von den Hedgefonds zu verwaltenden Geldes erheblich erweitert. Ende der 2000er hatten sie häufig jeweils mehr als eine Milliarde Dollar in ihren Portfolios.

Wer sind heute die größten Typen im Hedgefonds-Geschäft und wie haben die ihr Geld gemacht?

Die größten Akteure sind heutzutage die sogenannten quantitativen Hedgefonds-Gruppen wie Two Sigma, D. E. Shaw, Bridgewater und andere, die eine computergesteuerte Handelsstrategie nutzen. Sie haben Informatiker, die den Code für den Computer schreiben, und der Computer kann dann in großem Umfang handeln. Außerdem kann man eine Art Modell von der Funktionsweise der Märkte und der Wirtschaft erstellen, das mit der Zeit immer detaillierter und ausgefeilter wird. Dadurch ist es möglich, ziemlich große Geldbeträge zu handeln. Einige der größten Hedgefonds verwalten heute zweistellige Milliarden-Dollar-Beträge.

Wie gehen Hedgefonds vor, wenn sie erfolgreich gegen den Markt wetten?

Hedgefonds machen in der Regel spektakuläre Geschäfte, wenn die Chance auf asymmetrische Renditen besteht. Denken wir an den spektakulären Fall, als George Soros 1992 erfolgreich gegen die britische Notenbank wettete. Damals war in Europa zur Vorbereitung auf den Euro der sogenannte Wechselkursmechanismus eingeführt worden. Darin wurden die wichtigsten Währungen in Europa durch eine Vereinbarung zwischen den Zentralbanken zusammengehalten. Diese besagte, dass alle Währungen innerhalb eines engen Bandes von etwa zwei Prozent gehandelt würden. Wenn sich das britische Pfund also am unteren Ende dieses Bandes befand, konnte es höchstens bis zum oberen Ende steigen, was einem Anstieg von zwei Prozent entsprochen hätte. Wenn es jedoch aus dieser Spanne herausfiel, weil es wirtschaftlich für Großbritannien zu schmerzhaft würde, darin zu bleiben, dann konnte das Pfund unbegrenzt fallen. Soros verstand dies, und er erkannte, dass er mit einer Short-Position auf das Pfund Sterling etwa 15 Prozent gewinnen konnte.

Es ist diese asymmetrische Renditeerwartung, die es einem erlaubt zu sagen: okay, ich weiß zwar nicht, ob der Kurs steigen oder fallen wird, und die Wahrscheinlichkeit könnte auch nur fifty-fifty sein, aber, wenn der Kurs fällt, wird die Auszahlung so viel größer sein als die Summe, die ich verlieren würde, wenn der Kurs steigt. Deshalb nutzen viele gute Hedgefonds diese Asymmetrie bei ihren Geschäften.

Hedgefonds verwalten riesige Summen an Geld. Auf welche Weise verschaffen sie sich den Zugang, um Einfluss auf Regierungen zu nehmen?

Die Wechselkurspolitik ist entscheidend. Wenn Hedgefonds gegen die Währung eines Staates wetten, können sie die Regierung dazu zwingen, die Währung fallen zu lassen. Sie setzen so viel Geld, dass es für die Zentralbank schwierig wird dagegenzuhalten. So gab es mehrere Beispiele in Thailand, Indonesien, Südkorea, Argentinien, Brasilien und Russland, wo Spekulanten gegen die Wechselkurspolitik der Zentralbank wetteten und darauf setzten, dass die Währung sinken würde. Die Zentralbank wollte nicht, dass die Währung fällt, aber die Hedgefonds haben gewonnen. Alle Beispiele, die ich gerade genannt habe, stammen aus der Zeit zwischen 1992 und etwa 2002. Heute sind die Zentralbanken klüger geworden. Sie tendieren dazu, nicht an Wechselkurse gebunden zu sein. Sie lassen ihre Währungen frei schwanken, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Das hindert die Hedgefonds daran, sie anzugreifen.

Der frühere Generalsekretär der SPD, Franz Müntefering, nannte Hedgefonds einst eine Heuschreckenplage. Sind Hedgefonds eine Bedrohung für die Gesellschaft?

Nein, das denke ich nicht. Wenn Hedgefonds beispielsweise, wie es derzeit vermehrt geschieht, gegen den Dax wetten, könnte es sein, dass die Börsenkurse zu hoch bewertet sind. Denken Sie nur an das Beispiel Wirecard. Die Bundesregierung hatte das Leerverkaufen von Aktien verboten, weil Hedgefonds darauf gesetzt hatten. Doch es stellte sich heraus, dass die Hedgefonds recht hatten. Wirecard war ein großer Betrug, und es war gut, dass er aufgedeckt wurde.

Derzeit steigen die Verbraucherpreise immens. Die Zentralbanken wollen die Inflation mit steigenden Zinsen bekämpfen. Verteuerte Kredite drohen die Konjunktur abzuwürgen. In einem Artikel für die Financial Times erinnerten Sie kürzlich an Alan Blinder, keynesianisch orientierter Berater der Clinton-Regierung , der gegen den monetaristischen geldpolitischen Kurs opponierte. Blinder bezeichnete die Inflation eher als eine schlimme Erkältung als ein Krebsgeschwür. Was würden Sie sagen, was heute das größere Risiko ist, Inflation oder steigende Zinsen?

Der damalige Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, scherzte mit einem Kollegen, als Blinder zum stellvertretenden Vorsitzenden der Fed ernannt wurde. Greenspan merkte an, dass Blinder sich manchmal darüber geäußert hatte, dass die Inflation nicht die Priorität der Geldpolitik haben müsse. Der andere Mitarbeiter der Fed sagte zu Greenspan: »Wenigstens ist er kein Kommunist.« Und Greenspan antwortete: »Nun, vielleicht wünschte ich, er wäre einer. Das wäre besser, als beim Thema Inflation weich zu werden.« Inflation wird zu einem ernsthaften Problem, wenn sie über vier Prozent steigt. Blinder hatte recht. Wenn man über ein Inflationsziel von zwei Prozent spricht und dann plötzlich bei drei Prozent ist, ist das meiner Meinung nach nicht so wichtig. Aber wenn wir bei einer Inflation von achteinhalb Prozent in den USA, neun Prozent im Vereinigten Königreich und sogar acht Prozent in der Euro-Zone angelangt sind, dann wird es langsam beunruhigend. Ich denke, dann muss die Inflation zur Priorität werden, und deshalb müssen die Zentralbanken die Zinssätze anheben.

Seit 2010 wird das Wachstum im Kapitalismus durch die lockere Geldpolitik der Zentralbanken angetrieben. Wie tief ist die Krise im Westen und sehen Sie einen Weg zur wirtschaftlichen Erholung?

Ich denke, der Westen steht derzeit vor einer großen Herausforderung, denn die Kombination aus Pandemie und Ukraine-Krieg hat die Lieferketten empfindlich gestört. Im Grunde genommen haben wir uns seit 1990, mit dem Niedergang der Sowjetunion, auf die Vorteile des Handels und der hocheffizienten globalen Beschaffung von Produkten und Teilen von Produkten verlassen. Mit der Erfahrung der Unterbrechung globaler Lieferketten und dann auch noch mit der Erfahrung des Ukraine-Krieges und der Sanktionen gegen Russland hat jeder gelernt, dass es gefährlich ist, von anderen Staaten abhängig zu sein. Für Russland ist es gefährlich, von westlichen Halbleitern abhängig zu sein. China will nicht von ausländischen Halbleitern abhängig sein. Und die Vereinigten Staaten nicht von chinesischen Seltenen Erden abhängig sein. Jeder versucht also, seine eigene Versorgung mit Schlüsseltechnologien und -rohstoffen zu sichern. Das wird eine große Veränderung mit sich bringen. Die Herstellungsprozesse werden teurer, aber gleichzeitig sicherer werden. In den nächsten drei Jahren dürfte dieser Prozess inflationär sein werden. Die Zentralbanken werden also ziemlich hohe Zinssätze haben müssen, um diese Inflation zu bekämpfen, und das wird für die westlichen Gesellschaften, die das nicht gewohnt sind, schmerzhaft sein.

Was denken Sie, ist der Krieg in der Ukraine der Anfang vom Ende des US-Dollar als Weltwährung, werden China und Russland in naher Zukunft ihre Waren in Yuan, Rubel oder Kryptowährungen handeln?

Nun, vor dem Einmarsch in die Ukraine im Februar, hatte Moskau bereits versucht, eine sogenannte Festung Russland zu errichten, in der es versuchte, sich vor US-Sanktionen zu schützen, indem es den Dollar nicht als Reservewährung hielt. Es stellte sich heraus, dass dies Russland überhaupt nicht schützte. Sie hatten ihre Dollar verkauft und statt dessen Euro gekauft. Aber die Europäische Union schloss sich den Vereinigten Staaten an und verhängte Sanktionen. Russland war also nicht geschützt. Und selbst wenn die EU das nicht getan hätte, unterhalten die meisten großen Finanzinstitute der Welt Geschäfte in den Vereinigten Staaten. Wenn also Washington erklärt, man soll keinen Handel mit Russland treiben und Russland nicht finanzieren, dann werden alle großen Banken so ziemlich das tun müssen, was die US-Regierung befiehlt. Ich denke also, dass der Dollar so fest im globalen Finanzsystem verankert ist, dass es für Russland oder China sehr schwierig ist, ihm zu entkommen. In Beijing wird schon lange darüber nachgedacht, wie der Renminbi internationalisiert und der Dominanz des Dollar entkommen werden kann. Der damalige Gouverneur der Chinesischen Volksbank, Zhou Xiaochuan, hatte kurz nach der Finanzkrise 2008 ein Strategiepapier auf der Website der Währungsbehörde veröffentlicht. Ich war 2010 mit einer Delegation in Beijing, um mit der Zentralbank und den politischen Entscheidungsträgern darüber zu sprechen, wie sie diesen Schritt der finanziellen Unabhängigkeit gehen wollen. Aber es ist wirklich schwierig, dem Dollar zu entkommen. China hält immer noch Devisenreserven im Wert von mehr als drei Billionen US-Dollar. Ein Großteil davon ist in Dollar-Instrumenten angelegt. Es gibt keine großartige Alternative.

Sie haben geschrieben, dass der Westen den wirtschaftlichen Kampf gegen Russland gewinnen wird. Was stimmt Sie da so zuversichtlich?

Vor dem Einmarsch in die Ukraine wurde der russischen Wirtschaft bis zum Jahresende ein Wachstum vorausgesagt. Und jetzt gehen die meisten Prognosen davon aus, dass Russlands Ökonomie schrumpfen wird; vielleicht um acht Prozent, vielleicht sogar um zehn Prozent. Der Westen zahlt auch einen Preis dafür, weil die Energielieferungen aus Russland teurer geworden sind, die Preise für Lebensmittellieferungen aus der Ukraine gestiegen sind und Einfuhren aus Russland blockiert wurden. Aber ich denke, die Russen zahlen einen viel höheren Preis.

Sieht es nicht vielmehr danach aus, dass die russische Wirtschaft den westlichen Sanktionen standhält?

Ich habe einige Berichte gesehen, dass die russische Wirtschaft widerstandsfähig ist. Um ehrlich zu sein, bin ich etwas verwirrt. Wie kann man diese Berichte mit der Tatsache in Einklang bringen, dass jede offizielle Institution, ob es nun der IWF oder die Weltbank oder wer auch immer ist, diesen signifikanten Rückgang des russischen BIP in diesem Jahr prognostiziert hat? Oder die anekdotischen Beweise, dass es eine große Abhängigkeit von westlichen Halbleitern und anderen elektronischen Teilen gibt, um russische Geräte zu bauen, und alle Arten von Herstellern in Russland von diesen Importen abhängig sind, diese Importe aber blockiert werden. Russland musste Kapitalverkehrskontrollen einführen, weil es sonst seine Währung verlieren würde. Gleich nach Beginn des Krieges haben die Finanzsanktionen den Rubel zu Fall gebracht. Dann erholte sich der Rubel, weil Moskau Kapitalverkehrskontrollen einführte, um Kapitalflucht vorzubeugen. Solche Maßnahmen können sich im Laufe der Zeit negativ auf die wirtschaftliche Effizienz auswirken. Mir ist aufgefallen, dass zum Beispiel The Economist eine Reihe von Artikeln darüber veröffentlicht hat, dass die russische Wirtschaft überraschend gut dasteht. Ich denke, dass ein Teil dieser Artikel die Tatsache widerspiegelt, dass es der russischen Wirtschaft im Vergleich zu dem, wie sehr sie noch schrumpfen wird, vergleichsweise gut geht. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Wirtschaftsleistung Russlands ohne den Krieg besser dran gewesen wäre.

In der Ukraine wird auch ein Stellvertreterkrieg zwischen den beiden Großmächten USA und Russland ausgefochten. Wird die EU der größte Verlierer dieser Krise sein?

Die NATO hat an Popularität gewonnen. Schweden und Finnland haben den Wunsch geäußert, beizutreten. Die NATO hat auf die russische Invasion mit mehr Stärke reagiert, als die meisten Leute vorher erwartet hätten. Es ist gut für die NATO im Hinblick auf ihre Fähigkeit, respektiert zu werden und künftige Aggressionen dieser Art durch andere Länder abzuschrecken. Ich denke also, dass sich der Krieg insgesamt positiv auf die Stärke der NATO ausgewirkt hat. Die Einigkeit in der EU in Bezug auf die Politik gegenüber Russland ist zwar nicht perfekt, aber wahrscheinlich besser, als man hätte voraussehen können. Die Ukraine ist mittlerweile Beitrittskandidat. Aber es gibt diese grundlegende Spaltung zwischen Ungarn und Polen auf der einen Seite und Deutschland auf der anderen Seite. Ich denke, dass es sich eher um eine vorübergehende Solidarität in der EU handelt. Die NATO allerdings ist eindeutig gestärkt worden.

Die Sanktionen scheinen der EU aber auf die Füße zu fallen. Droht denn nicht vielen Menschen in Westeuropa durch das Embargo auf russisches Öl und Gas ein kalter Winter?

Ich hoffe natürlich, dass der Krieg bis zum Winter beendet ist, aber man kann sich dessen nicht sicher sein. Hoffentlich wird es möglich sein, Lösungen zu finden, sei es in Form von mobilen LNG-Terminals, um die Menge an Erdgas zu erhöhen, die man importieren kann. Was Sie sagen, ist natürlich auch ein Risiko. Natürlich würden die Menschen in der EU ohne den Krieg ein angenehmeres Leben führen. Ich glaube aber immer noch, dass Russland einen höheren wirtschaftlichen Preis bezahlt hat als Westeuropa.

Sebastian Mallaby …… ist leitender Wissenschaftler für internationale Wirtschaft beim Council on Foreign Relations (CFR), einem der vier weltweit einflussreichsten Thinktanks, mit Sitz in New York City. Zu den mehr als 5.000 Mitgliedern des CFR zählen hochrangige Politiker, zahlreiche Außenminister, CIA-Direktoren, Bankiers, Anwälte, Professoren, Geschäftsführer von Unternehmen sowie etablierte Medienvertreter. Viele Pläne zur Gründung von UN, NATO, Weltbank, IWF und Marshallplan haben ihren Ursprung in Studien des CFR.

Mallaby ist zudem Kolumnist der Washington Post. Zuvor arbeitete er als Redakteur für die Financial Times, Washington Post und The Economist. Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem: »The Man Who Knew. The Life and Times of Alan Greenspan« (2016) sowie »More Money than God. Hedge Funds and the Making of a New Elite« (2010)

https://www.jungewelt.de/artikel/429656.imperialismus-es-ist-schwierig-dem-dollar-zu-entkommen.html