22.07.2021 / Feuilleton / Seite 10

Auch das noch!

Vom Regen in die Traufe: Jetzt droht die Kanzlerkatastrophe

Dusan Deak

Die nächste menschengemachte Katastrophe rollt an: Kanzler Armin Laschet. Nach Pandemie und Flut­katastrophe droht im September 2021 unwiderruflich und unabwendbar die Kanzlerschaft des Laschet.

Kurzfristig gab es im Frühjahr eine Hoffnung, die Katastrophe wäre durch eine milde Windradbrise in Person von Annalena Baerbock zu vermeiden. Doch die Hoffnung erwies sich als trügerisch: Zuviel falsche Jobs und Abschlüsse im Gepäck, zuwenig Nebenjobs deklariert und ein Buch zuviel geschrieben.

Jeder in der Republik ist sich bewusst, dass selbst der berühmte Bierdeckel, auf dem Friedrich Merz regelmäßig seine Steuererklärung abgibt, ein besserer Kanzlerkandidat wäre als die Politgartenzwergengestalt Laschet. Diese Inkarnation von Inkompetenz und Zögerlichkeit, gepaart mit der Langeweile eines Partei- und Provinzbürokraten, der seine falschen Entscheidungen in der Pandemie mit enttäuschten Wetterprognosen begründet: »Wir haben Sonne erwartet, und dann kam der Regen«. Mit fast gleichlautenden Worten rechtfertigt Laschet seine Untätigkeit trotz frühzeitiger Hochwasserwarnungen im Juli 2021. Das haben wir nun davon.

Nur eins könnte uns noch vor der herannahenden Kanzler­katastrophe retten: ein erwartbar unerwartetes Erdbeben in der Vulkaneifel, das Ministerpräsident Laschet versehentlich gezielt verschüttet. Kann da nicht Markus Söder was machen?

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