25.01.2021 / Ausland

Weltpolitische Brennpunkte: USA

Grußwort von Mumia Abu-Jamal (USA), politischer Gefangener und Journalist. Mitschnitt von der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz 2021

Mumia Abu-Jamal

Mumia Abu-Jamal, der – obwohl unschuldig – wegen eines Polizistenmordes verurteilt wurde und dessen Fall stets auf der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz Thema war, konnte von Anfang an nur virtuell teilnehmen. Der US-Journalist, Bürgerrechtler und Ex-Black-Panther musste seine Texte seit seiner Verhaftung im Dezember 1981 stets in Gefängniszellen schreiben.

Anfangs kamen seine Beiträge handgeschrieben per Luftpost. Dann schickten Menschen, die ihn von draußen unterstützten, seine Beiträge per Fax, Audiokassette, später per E-Mail und noch später per CD und MP3-Datei, als er die Texte mit eigener Stimme via Telefon den Kolleginnen von Prison Radio in San Francisco auf Band sprechen konnte.

Johanna Fernández, die Sprecherin des Verteidigungskomitees für Mumia Abu-Jamal, der schon 39 Jahre im US-Gefängnis sitzt, bekräftigte auf der XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz 2021: Wer Linker ist, wird in den USA vom Staat umgebracht. Mumia erinnerte in seiner Audiobotschaft an die Kombination von Ultranationalismus und antiwissenschaftlichem Humbug, der Trumps Wähler mobilisierte, und gleichzeitiger Masseninhaftierung politischer Gegner.

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