12.10.2019 / Kapital & Arbeit

Bundesrat: Vergabe für Mobilfunk-Lizenzen prüfen

Berlin. Der Bundesrat hat einen Vorschlag aus Schleswig-Holstein zur Prüfung neuer Methoden bei Mobilfunkauktionen beschlossen. Die bisherige Praxis der Versteigerung von Frequenzen soll ergebnisoffen überprüft werden, wie der Sender NTV am Freitag abend online berichtete. »Das war uns besonders wichtig, weil letztlich die Fläche ansonsten wenig Berücksichtigung findet«, sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) demnach der Deutschen Presseagentur. Zwar würden bei Frequenzversteigerungen in der Regel große Gebote für urbane Zentren abgegeben, wo Mobilfunkanbieter »gutes Geld« verdienen könnten. »Aber dabei kommen dann immer die Flächenkreise und die Randlagen unter die Räder«, sagte Buchholz.

Schleswig-Holstein hat deshalb Negativauktionen vorgeschlagen. Dabei könnten zunächst Lizenzen für Regionen versteigert werden, in denen der Netzaufbau unwirtschaftlich ist. Förderungen des dortigen Ausbaus könnten verrechnet werden mit Erlösen für den Netzaufbau in lukrativen Regionen. (jW)

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