08.12.2017 / Feuilleton / Seite 10

Mommsens Medaille

Anfang Januar sollte die Versteigerung der Literatur-Nobelpreis-Medaille des Historikers Theodor Mommsen (1817–1903) in New York um die 400.000 Dollar einbringen. Jetzt wurde der groß angekündigte Auktionstermin abgesagt. Der Grund: Die Medaille liegt im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Dem war sie 2007 von den Nachfahren des Verfassers der »Römischen Geschichte« übereignet worden. Das US-Auktionshaus warb mit einer Fälschung. Urenkel Peter Mommsen erklärte dem Südkurier, er sei »betroffen von der Dreistigkeit«. (dpa/jW)

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