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Jemen

Ansarollah nehmen wichtige Hafenstadt Mokka im Jemen ein

Foto: Uncredited/Ansar Allah Media Office via AP/dpa
Foto aus einem Video der Ansarollah, das einen Angriff auf Regierungstruppen zeigen soll (Jawf, 10.9.2026)

Sanaa. Die Ansarollaj (»Huthis«) haben nach Angaben aus jemenitischen Militärkreisen die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemens eingenommen. Die jemenitische Organisation kontrolliert damit einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab Al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres.

Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützte Ansarollah gegen die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, und verbündete Milizen. Die mit der Regierung verbündeten Kräfte hätten ihre Waffen und Ausrüstung aus Mokka in ein Gebiet südlich der Stadt verlegt, sagten Militärkreise der dpa. Dies sei Teil einer Neuordnung der Truppenstationierung in dem Gebiet nahe der Meerenge Bab Al-Mandab.

Ansarollah-nahe Medien und Nutzer sozialer Netzwerke verbreiteten Videos, die Patrouillen innerhalb von Mokka zeigen sollen. Die Aufnahmen konnten nicht unabhängig verifiziert werden.

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Mokka liegt unmittelbar nördlich der Meerenge Bab al-Mandab. Sie ist neben der Straße von Hormus eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten. Von Mokka aus können die Ansarollah Handels- und andere Schiffe im Roten Meer noch gezielter angreifen oder stören als zuvor. Die Organisation hatte dort in vergangenen Jahren mehrfach Schiffe angegriffen und teils versenkt oder diese gekapert.

Seit dem US-israelischen Angriff auf Iran wird der Bab Al-Mandab als alternative Handelsroute genutzt, um Ausfälle durch die Straße von Hormus zu kompensieren. Nach einigen Jahren ohne größere Kämpfe ist der Konflikt im Jemen im Zuge des Iran-Kriegs nun erneut aufgeflammt.

Die Ansarollah hatten Saudi-Arabien am Mittwoch vorgeworfen, mit Kampfjets in verschiedenen Provinzen mehr als 50 Luftangriffe geflogen zu haben. Das Königreich war 2015 militärisch in den Krieg eingetreten und suchte in vergangenen Jahren einen Ausweg. Die Bedrohung aus dem benachbarten Jemen, von wo aus die Ansarollah Ölanlagen und zivile Ziele in Saudi-Arabien angriffen, hält aber an. (dpa/jW)

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Erschienen am 11.09.2026, Ausland

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