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Aus: Ausgabe vom 12.10.2022, Seite 1 / Ausland

NATO übt »Verteidigung mit Atomwaffen«

Brüssel. Das Kriegsbündnis NATO wird in der kommenden Woche sein jährliches Manöver zur »Verteidigung« des Bündnisgebiets mit Atomwaffen beginnen. Die bereits lange geplante »Abschreckungsübung ›Steadfast Noon‹« sei Routine, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag während einer Pressekonferenz in Brüssel. Kern der nuklearen Fähigkeiten der NATO sei es immer, den Frieden zu bewahren und Aggressionen zu verhindern. Angebliche nukleare Drohungen von Russlands Präsident Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine nannte Stoltenberg »gefährlich und unverantwortlich«. Zugleich betonte er, dass die NATO bislang keine Veränderungen der russischen Nuklearstrategie gesehen habe. Die russischen Atomstreitkräfte würden genau beobachtet. Im vergangenen Jahr waren an dem Manöver laut NATO Streitkräfte aus 14 Staaten beteiligt. (dpa/jW)

  • Leserbrief von René Osselmann aus Magdeburg (14. Oktober 2022 um 11:07 Uhr)
    Es mag ja sein, dass dieses sogenannte Manöver zur Verteidigung mit Atomwaffen Routine ist, aber irgendwie beruhigt mich das gerade nicht in diesen Zeiten! Nein, ganz im Gegenteil, es beunruhigt mich, denn wenn es hier so weitergeht, stehen wir vor einem ganz heißen Tanz, der mit Atomwaffen seine Krönung bekommen kann und das wäre ein nukleares Inferno. Aber wenn dieses Manöver doch »reine Routine« sei, warum muss es denn gerade in diesen Zeiten sein –, nein, es ist mehr als nur ein einfaches Manöver, sondern ein weiterer Baustein des aktuellen Kräftemessens und Säbelrasselns, was gerade in diesen Zeiten ein total falsches Signal ist! Stoppt den Wahnsinn und kehrt an den Verhandlungstisch zurück, bevor es zu spät ist!

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